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"Ärzte ohne Grenzen"Flüchtlinge auf Nauru "suizidgefährdet und ohne Hoffnung"

Das Foto zeigt Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen, darunter den Direktor für Australien, Paul McPhun, rechts, sowie Christine Ruffler, links, und Beth O'Connor. (dpa-Bildfunk / AAP / Danny Casey)
Das Foto zeigt Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen, die auf einer Pressekonferenz die australische Regierung kritisieren. (dpa-Bildfunk / AAP / Danny Casey)

Die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" erhebt schwere Vorwürfe gegen die Flüchtlingspolitik Australiens.

In einer Erklärung heißt es, viele auf der Insel Nauru untergebrachte Asylbewerber seien selbstmordgefährdet. Der Zustand vieler Kinder sei so schlecht, dass sie kaum noch essen, trinken oder gehen könnten.

Australien lässt seit fünf Jahren keine Flüchtlingsboote mehr an Land und bringt Asylbewerber stattdessen in bezahlten Lagern unter anderem auf Nauru unter. "Ärzte ohne Grenzen" hatte die Menschen dort seit einigen Monaten unterstützt, wurde in der vergangenen Woche aber von der Regierung Naurus aufgefordert, die Insel zu verlassen.