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AfDMeuthen verteidigt umstrittene Parteitagsrede

Der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen spricht beim Parteitag in Kalkar. (dpa)
Jörg Meuthen bei seiner umstrittenen Rede. (dpa)

Der AfD-Kovorsitzende Meuthen hat seine umstrittene gestrige Rede auf dem Bundesparteitag verteidigt.

Es habe sich um einen Ordnungsruf an die Partei gehandelt, der kräftiger habe ausfallen müssen, sagte Meuthen dem Sender Phoenix vor der Wiederaufnahme des Parteitags im nordrhein-westfälischen Kalkar. Er habe mit widersprüchlichen Reaktionen gerechnet, fühle sich aber durch den Beifall einer Mehrheit unter den 600 Delegierten bestätigt. Meuthen hatte seine Partei in der Rede davor gewarnt, mit einem immer agressiveren Auftreten Wähler zu verschrecken. So wandte er sich gegen den Begriff einer "Corona-Diktatur", den unter anderen Fraktionschef Gauland verwendet hat. Der Kreisvorstand Freiburg hat beantragt, dass die Äußerungen des Bundesvorsitzenden heute von den Delegierten missbilligt werden, da sie spalterisch seien.

Der Parteitag, der unter strengen Hygieneauflagen stattfindet, hatte gestern das erste Renten- und Sozialkonzept der Partei verabschiedet. Heute will der Bundesvorstand seinen Tätigkeitsbericht vorstellen.

Diese Nachricht wurde am 29.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.