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Afghanischer Frauen-FußballKritik an Fifa nach sexuellem Missbrauch im Nationalteam

Mitglieder der afghanischen Frauen-Nationalmannschaft bei einem Training in Kabul.  (imago images / Xinhua)
Mitglieder der afghanischen Frauen-Nationalmannschaft bei einem Training in Kabul. (imago images / Xinhua)

Im Zusammenhang mit Missbrauchsverdacht im afghanischen Frauen-Fußball werden der Weltverband Fifa und die asiatische Fußball-Konföderation AFC mit schweren Vorwürfen konfrontiert.

Die Managerin des Frauen-Nationalteams, Lindsey, beschuldigt beide, angesichts von Berichten über jahrelangen sexuellen Missbrauch im Nationalteam untätig geblieben zu sein. Mehrere Spielerinnen seien von Funktionären vergewaltigt worden. Dennoch habe die Fifa nichts unternommen, um das Problem zu lösen. Sie sei sehr enttäuscht, sagte Lindsey.

Der mutmaßliche sexuelle Missbrauch ging Berichten zufolge über Jahre und wurde im vergangenen Jahr bekannt. Zu den Tätern gehörte demnach der frühere Chef des afghanischen Fußball-Verbandes, Karim. Zwar wurde er inzwischen von der Fifa auf Lebenszeit gesperrt und mit einer millionenschweren Geldstrafe belegt. Außerdem stellte die afghanische Justiz einen Haftbefehl aus. Doch im Gefängnis sitzt er nicht; sein Aufenthaltsort ist unbekannt.

Die afghanische Parlamentsabgeordnete Nazari vermutet, dass Karim aus politischen Gründen nicht so verfolgt wird, "wie es sein sollte". Andere Leute mit politischen Verbindungen könnten in den Skandal verwickelt werden, sagte Nazari dem Fernsehsender Tolo News.