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AfghanistanChina fordert Freigabe von Geldern im Ausland

Taliban-Kämpfer stehen Wache an einem Checkpoint in Kabul (AP Photo/Rahmat Gul) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Rahmat Gul)
Taliban-Kämpfer stehen Wache an einem Checkpoint in Kabul (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Rahmat Gul)

China hat die Freigabe im Ausland eingefrorener staatlicher Mittel Afghanistans gefordert.

Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking erklärte, das Geld gehöre Afghanistan, müsse freigegeben und den Taliban für einen Wiederaufbau des Landes übergeben werden. China hatte zuletzt Interesse an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit gezeigt und dem Nachbarland Unterstützung angeboten. Unter anderem werden in Afghanistan Bodenschätze vermutet. Derweil teilten die Taliban mit, in Büros und Häusern ehemaliger Mitglieder von Regierung und Sicherheitsdiensten seien umgerechnet über zehn Millionen Euro sowie mehrere Goldbarren entdeckt worden. Die Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Die milianten Islamisten hatten nach dem internationalen Truppenabzug eine selbsternannte Übergangs-Regierung eingesetzt, die international weitgehend nicht anerkannt wird. Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Bachelet, warf ihnen schwere Verbrechen vor und kritisierte außerdem, dass die Rechte von Mädchen und Frauen nicht respektiert werden.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.