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AfghanistanOpposition wirft Regierung Versagen vor

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Grünen, bei der Sondersitzung des Bundestags zur Lage in Afghanistan (Kay Nietfeld/dpa)
Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Grünen, bei der Sondersitzung des Bundestags zur Lage in Afghanistan (Kay Nietfeld/dpa)

Die Opposition im Bundestag hat der Bundesregierung Versagen in der Afghanistan-Politik vorgeworfen.

Grünen-Chefin Baerbock sagte, die Alarmsignale vor der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban seien bewusst ignoriert worden. Das Land sei als stabil hingestellt worden, weil man weiter Flüchtlinge nach Afghanistan habe abschieben wollen. Linken-Fraktionschef Bartsch erklärte, der gescheiterte Afghanistan-Einsatz sei der schwärzeste Punkt in der 16-jährigen Kanzlerschaft Merkel. Die einheimischen Helfer in Afghanistan seien im Stich gelassen worden. Auch die FDP und AfD machten der Bundesregierung schwere Vorwürfe. Merkel räumte eine Fehleinschätzung der Lage ein. Die Stärke der Taliban sei unterschätzt worden. Zugleich sprach sie sich für Verhandlungen mit den Islamisten über die Zeit nach dem Abzug der internationalen Truppen aus.

Im Anschluss an die Debatte stimmen die Abgeordneten nachträglich über die Evakuierungsmission der Bundeswehr in Kabul ab.

Diese Nachricht wurde am 25.08.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.