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AfghanistanWehrbeauftragte Högl für Verlängerung des Nato-Einsatzes

Schulterpatch der Nato-Mission Resolute Support auf der Uniform eines Bundeswehrsoldaten im Feldlager Camp Marmal (dpa/Michael Kappeler)
Bundeswehr in Afghanistan: Das Abzeichen der Nato-Mission "Resolute Support" (dpa/Michael Kappeler)

Die Bundeswehr ist nach den Worten der Wehrbeauftragten des Bundestags, Högl, auf eine mögliche Verlängerung des internationalen Truppeneinsatzes in Afghanistan eingestellt.

Alle Schritte müssten mit den internationalen Partnern abgestimmt werden, sagte die SPD-Politikerin Högl dem Redaktionsnetzwerk Deutschland - unabhängig davon, wie entschieden werde. Zugleich forderte sie eine Bestandsaufnahme des bisherigen Einsatzes in Afghanistan. Högl erinnerte daran, dass 59 Soldaten der Bundeswehr dort ums Leben kamen. Nötig sei eine ehrliche Debatte darüber, was man erreicht habe. Die Nato-Verteidigungsminister beraten morgen darüber, ob der Afghanistan-Einsatz über den April hinaus verlängert wird. Das Mandat der Bundeswehr läuft Ende März aus.

Mit Blick auf die Gespräche über eine Verlängerung sagte der frühere Nato-General Ramms im Deutschlandfunk, das politische Hin und Her sei für die Soldaten in Afghanistan nicht gerade angenehm. Er fügte hinzu, wenn die Taliban die verbliebenen Nato-Partner angreifen sollten, dann müsste in Deutschland auch die Entscheidung getroffen werden, ob das Mandat aufgestockt werde.

Diese Nachricht wurde am 17.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.