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Afrikanische SchweinepestNach ersten Fällen in Belgien Alarmbereitschaft in Deutschland

Ein Schild warnt während einer Übung im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest an einem Sperrbezirk in Dresden. (dpa/Jan Woitas)
Ein Schild warnt während einer Übung im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest an einem Sperrbezirk in Dresden. (dpa/Jan Woitas)

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Belgien wächst in Deutschland die Sorge vor einem Übergreifen der Seuche.

Man nehme den Ausbruch der Schweinepest dicht an der deutschen Grenze sehr ernst, sagte die niedersächsische Agrarministerin Otte-Kinast. In Niedersachsen werden deutschlandweit die meisten Schweine gemästet. Bundeslandwirtschaftsminister Klöckner erklärte, die Vorbereitungen für den Krisenfall seien im Gange. Sie rief Schweinehalter zur strikten Einhaltung von Hygieneverordnungen auf. Das Friedrich-Loeffler-Institut betonte, alle tot gefundenen Wildschweine sollten gemeldet und beprobt werden. Der erste Nachweis in Westeuropa weit ab von den bisherigen Ausbruchsherden lassen vermuten, dass der Erreger durch den Menschen eingeschleppt wurde.

Zuvor war das Virus in Belgien bei zwei toten Wildschweinen nachgewiesen worden. Sie wurden 60 Kilometer jenseits der Grenze gefunden. Die Schweinepest überträgt sich über direkten Kontakt, kann aber auch über verseuchte Fleischwaren weitergegeben werden. Für Menschen ist das Virus nicht gefährlich. Landwirte fürchten bei einem Ausbruch in Deutschland Milliardenschäden.