Die Nachrichten

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14. Oktober 2019Die Wirtschaftspresseschau

Von der Teileinigung im Handelsstreit zwischen den USA und China bis zum Pflege-TÜV reicht heute die Themenpalette in den Kommentaren.

Copenhagen/Denmark. 28.December 2018._China vers usa tarde war and usa and chinese flags in Copenhagen Denmark. (Photo. .Francis Joseph Dean / Deanpictures. PUBLICATIONxNOTxINxDEN  (imago stock&people)
Copenhagen Denmark 28 December 2018 _China vers usa tarde war and usa and chinese flags in Copenhag (imago stock&people)

US-Präsident Trump wolle ganz offensichtlich die Welt für dumm verkaufen, wenn er von einem "historischen Deal" mit China spreche, meint die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG:

"Die einzige konkrete Angabe betraf amerikanische Agrarexporte, die zwischen 40 und 50 Milliarden Dollar erreichen sollen. Die Zahl ist unglaubwürdig. Amerikas Farmer haben in den besten Zeiten nur halb so viel ausgeführt, überwiegend Sojabohnen für Schweinefutter. Eine Abnahmegarantie, wie Trump suggeriert, hat Peking nicht bestätigt. So bleibt nur, dass Amerikas Bauern von Handelsbarrieren befreit werden, die China bloß wegen Trumps Politik errichtet hatte."

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG bedauert, dass auch die neue Chefin des Internationalen Währungsfonds, Georgiewa, von Deutschland höhere Ausgaben zur Ankurbelung der Wirtschaft fordert:

"Es ist höchste Zeit, umzudenken. Einerseits, weil der Vorwurf an die Bundesregierung schlicht überholt ist. Wenn die Koalition eines nicht war, dann sparsam. Seit 2015 haben Union und SPD ein Milliardenpaket nach dem anderen geschnürt, und die Milliarden haben einen positiven Effekt gehabt. Statt immer mehr fiskalisches Feuer einzufordern, müssen intelligente Leitlinien her. Nachhaltigkeit ist der Maßstab des künftigen Wachstums, nicht die Menge des Geldes."

Nun zum Pflege-TÜV. Der sei keine Glanzleistung von Gesundheitsminister Spahn, urteilt die TAGESZEITUNG - TAZ - aus Berlin:

"Statt das Pflegesystem grundsätzlich zu reformieren, erscheint sein Pflege-TÜV wie eine botox-arme Schönheits-OP. So sollen Heime etwa bei ihren Bewohnern 'interne Qualitätsdaten' erheben. Übersetzt heißt das: Das Pflegepersonal fragt die Pflegebedürftigen, wie wohl sie sich im Haus fühlen. Welche Heimbewohner werden das Haus, auf das sie bis an ihr Lebensende angewiesen sind, offen kritisieren?"

Mit der steigenden Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln beschäftigt sich die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG:

"Bei aller Euphorie darf man sich als Verbraucher aber nichts vormachen: Den Bedarf komplett aus regionalen Produkten zu decken wird auch saisonal kaum möglich sein. Die Mengen sind schlicht nicht vorhanden. Und rechnet man den Kühlprozess mit ein, der für regionale Äpfel & Co. nötig ist, um sie auch außerhalb der Saison zu genießen, kann die Frucht mit Blick auf den CO2-Fußabdruck auch importiert werden."