Covid-19Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden mehr als 85.000 neue Corona-Infektionen gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 800 überschritten.

23.01.2022

Eine Mitarbeiterin eines Testcenters am Fähranleger nimmt einen Abstrich von einem Touristen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter einen Wert von 400 - die Aussagekraft der Daten wird jedoch von Experten hinterfragt (Archivbild). (picture alliance/dpa/Hauke-Christian Dittrich)
Die genaue Zahl der im Labor festgestellten und registrierten Neuinfektionen liegt an diesem Sonntag bei 85.440. Vor einer Woche waren es 52.504. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 806,8. Am Vortag wurde der Wert mit 772,7 angegeben. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 515,7.
Binnen eines Tages wurden 54 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Ansteckung registriert. Die Gesamtzahl der Todesfälle gibt das RKI nun mit 116.718 an.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8,681 Millionen nachgewiesene Infektionen. Mehr als 7.200.000 Menschen gelten den Angaben zufolge von einer Corona-Infektion genesen. (Stand: 23.1., 8 Uhr)

Zahl der Omikron-Fälle steigt stark

Seit der Kalenderwoche 46 im Jahr 2021 wurden in Deutschland 268.519 COVID-19-Fälle der Omikron-Variante zugeordnet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle laut RKI um acht Prozent. Insgesamt waren es 20.616 Fälle mehr. Das Robert Koch-Institut zählt dazu sowohl Fälle, in denen das Genom des Virus sequenziert wurde, als auch die weitaus häufigeren Verdachtsfälle nach einem spezifischen PCR-Test. Die Übersicht zu Omikron-Fällen veröffentlicht das RKI montags bis freitags. (Stand: 21.1., 11:50 Uhr)

So entwickelt sich die Hospitalisierungsrate

Im Situationsbericht vom 21.1.2022 gibt das RKI die Hospitalisierungrate mit 3,77 an - nach 3,56 am Donnerstag. Das bedeutet: Innerhalb der vergangenen sieben Tage wurden je 100.000 Einwohner 3,77 Corona-Patienten in Kliniken aufgenommen. Die Hospitalisierungsrate gilt als ein entscheidendes Kriterium für politische Maßnahmen in der Corona-Pandemie. Sie wird vom Robert Koch-Insitut montags bis freitags jeweils gegen Mittag veröffentlicht. (Stand: 21.1., 12:00 Uhr)

So steht es um die Belegung der Intensivstationen

Im sogenannten DIVI-Intensivregister melden deutsche Kliniken die Belegung ihrer Intensivstationen – auch mit Covid-19-Fällen. Die Belegung der Betten mit Covid-Patientinnen und -Patienten liegt dem DIVI-Register zufolge momentan bei 2.375. Das ist im Vergleich zum Vortag ein leicht rückläufiger Wert.
Auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation des Universitätsklinikums Leipzig, steht eine Physiotherapeutin am Bett einer Patientin.
Covid-Station Universitätsklinikum Leipzig (picture alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)
Aktuell müssen 1.415 Menschen invasiv beatmet werden. Das sind fast 60 Prozent der Covid-Erkrankten, die auf Intensivstationen behandelt werden. Derzeit sind 1.471 Covid-19-spezifische Intensivbetten für erwachsene Patientinnen und Patienten als frei gemeldet. Unklar ist, ob alle freien Betten im Ernstfall genutzt werden können. Pflegeverbände weisen darauf hin, dass dafür nicht genug Personal zur Verfügung stehen könnte. Das Intensivregister zeigt die Belegung der Stationen auch für die einzelnen Städte und Landkreise an. (Stand: 23.1., 8 Uhr)

So steht es um die Impfungen gegen Corona

Das Bundesgesundheitsministerium meldet die Impfzahlen regelmäßig auf einem Dashboard. Demnach sind inzwischen mindestens 73,3 Prozent (fast 61 Millionen Menschen) vollständig geimpft. Mindestens 41,7 Millionen Personen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Das entspricht den Angaben zufolge 50,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. 75,4 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten.
In der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen, die erst später in die Impfkampagne einbezogen wurden, liegt die Quote der vollständig Geimpften bei 57,6 Prozent; bei 16,8 Prozent dieser Altersgruppe wurde der Impfschutz bereits aufgefrischt. In der Gruppe der Kinder zwischen 5 und 11 Jahren sind mindestens 15,6 Prozent einmal geimpft. (Stand: 22.1., 10:30 Uhr)

Tests: Positivrate weiter hoch

Neue Daten zur Anzahl der Testungen und zum Anteil der positiven Testergebnisse veröffentlicht das RKI einmal wöchentlich am Donnerstag. Dann erscheint ein umfassender Lagebericht, der auch weitere wöchentlich erhobene Daten enthält.
Coronavirus - Testzentrum
Eine Mitarbeiterin steht mit einem Teststäbchen für einen Abstrich in der von einer Arztpraxis betriebenen Corona-Teststelle Hannover-Laatzen in der Region Hannover. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. (picture alliance/dpa)
In der Kalenderwoche 2 fielen 24 Prozent der PCR-Tests positiv aus. Der Anteil ist damit laut RKI so hoch wie nie. In der Vorwoche waren es 23 Prozent. Die Behörde weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht ganz mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist – denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein. Der Anteil der Omkron-Variante macht den Angaben zufolge in der zweiten Kalenderwoche 89 Prozent aus. (Stand: 20.1.)
Weltweit sind inzwischen mindestens rund 5,6 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben - das meldet die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Bisher wurden gut 9,8 Milliarden Impfdosen weltweit verabreicht. (Stand 23.1.)