Covid-19Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den bestätigten Corona-Neuinfektionen ist den dritten Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut gibt sie nun mit 439,2 an. Auch in einigen Hochinzidenzgebieten gehen die Zahlen langsam zurück.

01.12.2021

Laboruntersuchung in einem Covid-19-Testzentrum
Laboruntersuchung in einem Covid-19-Testzentrum (dpa/picture alliance/Chromorange/Michael Bihlmayer)
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 388 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Gestern waren es 446 und vorgestern 388. In seinem letzten Wochenbericht hatte das RKI vor einer Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfälle gewarnt. Insgesamt sind damit in Deutschland 101.790 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist dagegen erneut gesunken. Sie liegt laut RKI jetzt bei 439,2 nach 442,9 am Vortag. Der bisherige Höchststand wurde am Montag verzeichnet mit 452,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten binnen 24 Stunden 73.209 neue Ansteckungen, das sind gut 2.750 weniger als vor einer Woche. (Stand: 2.12., 7.50 Uhr)
Warum die Labore in Deutschland in der sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz derzeit keinen Grund zur Entwarnung sehen

So entwickelt sich die Hospitalisierungsrate

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch (1.12.) mit 5,61 an. Die Hospitalisierungsrate gilt als ein entscheidendes Kriterium für politische Maßnahmen in der Corona-Pandemie.
Grenzwerte, ab denen auf Landesebene bestimmte Maßnahmen greifen sollen, wurden unlängst auf 3, 6 und 9 festgelegt. Auf dem Höhepunkt der zweiten Corona-Welle Ende Dezember 2020 hatte der Wert zeitweise mehr als 15 betragen, in der dritten Welle im April 2021 lag er bei knapp 10.
Allerdings könnte bei den älteren Daten laut RKI eine gewisse Untererfassung vorliegen, da es erst seit Juli eine Meldepflicht gibt. In die Hospitalisierungs-Inzidenz fließen alle Einweisungen von Covid-Patienten ein, auch jene auf der Normalstation.
Wie verlässlich ist die Hospitalisierungsrate?

So steht es um die Belegung der Intensivstationen

Im sogenannten DIVI-Intensivregister melden deutsche Kliniken die Belegung ihrer Intensivstationen – auch mit Covid-19-Fällen. Die Belegung der Betten mit Covid-Patientinnen und -Patienten liegt dem DIVI-Register zufolge momentan bei 4.679.
Auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation des Universitätsklinikums Leipzig, steht eine Physiotherapeutin am Bett einer Patientin.
Covid-Station Universitätsklinikum Leipzig (picture alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)
Aktuell müssen 2.444 Menschen (47,8 Prozent), die nachweislich an Covid-19 erkrankt sind, invasiv beatmet werden. Derzeit sind 871 Covid-19-spezifische Intensivbetten für erwachsene Patientinnen und Patienten als frei gemeldet. Unklar ist, ob alle freien Betten im Ernstfall genutzt werden können. Pflegeverbände weisen darauf hin, dass dafür nicht genug Personal zur Verfügung stehen könnte. Das Intensivregister zeigt die Belegung der Stationen auch für die einzelnen Städte und Landkreise an. (Stand 2.12., 7.05 Uhr)

So steht es um die Impfungen gegen Corona

Das Bundesgesundheitsministerium meldet die Impfzahlen regelmäßig auf einem Dashboard. Demnach sind inzwischen 68,6 Prozent (57 Millionen Menschen) vollständig geimpft. Als "vollständig geimpft" gelten derzeit die Doppel- und Kreuzimpfungen sowie die Einmalimpfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson. 10,4 Millionen Personen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. 71,4 Prozent der Bevölkerung (59,3 Millionen Menschen) haben mindestens eine Impfdosis erhalten. (Stand: 1.12., 9.38 Uhr)
Tatsächlich könnte die Impfquote höher liegen - das hatte eine Umfrage des Robert Koch-Instituts nahegelegt. Hintergrund ist die mangelnde Erfassung der Impfungen. Die Zahlen, die das Dashboard des RKI ausweist, berücksichtigen auch Impfungen von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren.

Tests: Positivrate steigt

Neue Daten zur Anzahl der Testungen und zum Anteil der positiven Testergebnisse veröffentlicht das RKI einmal wöchentlich am Donnerstag. Dann erscheint ein umfassender Lagebericht, der auch weitere wöchentlich erhobene Daten enthält.
Coronavirus - Testzentrum
Eine Mitarbeiterin steht mit einem Teststäbchen für einen Abstrich in der von einer Arztpraxis betriebenen Corona-Teststelle Hannover-Laatzen in der Region Hannover. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. (picture alliance/dpa)
In der Kalenderwoche 47 fielen 21,19 Prozent der PCR-Tests positiv aus - in der Vorwoche waren es 16,69 Prozent. Die Behörde weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht ganz mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist – denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein. (Stand: 25.11.)
Weltweit sind inzwischen rund 5,2 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das meldet die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.