Covid-19Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden zum ersten Mal mehr als 200.000 neue Corona-Infektionen gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 1.017.

27.01.2022

Eine Mitarbeiterin eines Testcenters am Fähranleger nimmt einen Abstrich von einem Touristen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter einen Wert von 400 - die Aussagekraft der Daten wird jedoch von Experten hinterfragt (Archivbild). (picture alliance/dpa/Hauke-Christian Dittrich)
Die genaue Zahl der im Labor festgestellten und registrierten Neuinfektionen liegt an diesem Donnerstag bei gut 203.000. Vor einer Woche waren es 133.536. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 1.017,4. Am Vortag wurde der Wert mit 940,6 angegeben. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 638,8.
Binnen eines Tages wurden 188 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Ansteckung registriert. Die Gesamtzahl der Todesfälle gibt das RKI nun mit 117.314 an.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 9,38 Millionen nachgewiesene Infektionen. Fast 7.433.300 Menschen gelten den Angaben zufolge von einer Corona-Infektion genesen. (Stand: 27.1., 12.00 Uhr)

So entwickelt sich die Hospitalisierungsrate

Im Situationsbericht vom 27.1.2022 gibt das RKI die Hospitalisierungrate aktuell mit 4,64 an. Das bedeutet: Innerhalb der vergangenen sieben Tage wurden je 100.000 Einwohner 4,64 Corona-Patienten in Kliniken aufgenommen. Die Hospitalisierungsrate gilt als ein entscheidendes Kriterium für politische Maßnahmen in der Corona-Pandemie. Sie wird vom Robert Koch-Institut montags bis freitags jeweils gegen Mittag veröffentlicht. (Stand: 27.1., 12.00 Uhr)

So steht es um die Belegung der Intensivstationen

Im sogenannten DIVI-Intensivregister melden deutsche Kliniken die Belegung ihrer Intensivstationen – auch mit Covid-19-Fällen. Die Belegung der Betten mit Covid-Patientinnen und -Patienten liegt dem DIVI-Register zufolge momentan bei 2290. Das ist im Vergleich zum Vortag ein Rückgang um etwa 100.
Auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation des Universitätsklinikums Leipzig, steht eine Physiotherapeutin am Bett einer Patientin.
Covid-Station Universitätsklinikum Leipzig (picture alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)
Aktuell müssen 1.301 Menschen invasiv beatmet werden. Das sind rund 57 Prozent der Covid-Erkrankten, die auf Intensivstationen behandelt werden. Derzeit sind 1.372 Covid-19-spezifische Intensivbetten für erwachsene Patientinnen und Patienten als frei gemeldet. Unklar ist, ob alle freien Betten im Ernstfall genutzt werden können. Pflegeverbände weisen darauf hin, dass dafür nicht genug Personal zur Verfügung stehen könnte. Das Intensivregister zeigt die Belegung der Stationen auch für die einzelnen Städte und Landkreise an. (Stand: 27.1., 9 Uhr)

So steht es um die Impfungen gegen Corona

Das Bundesgesundheitsministerium meldet die Impfzahlen regelmäßig auf einem Dashboard. Demnach sind inzwischen mindestens 73,7 Prozent (rund 61,3 Millionen Menschen) vollständig geimpft. Mindestens 43,0 Millionen Personen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Das entspricht den Angaben zufolge 51,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. 75,6 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten.
In der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen, die erst später in die Impfkampagne einbezogen wurden, liegt die Quote der vollständig Geimpften bei 63,3 Prozent; bei 19,4 Prozent dieser Altersgruppe wurde der Impfschutz bereits aufgefrischt. In der Gruppe der Kinder zwischen 5 und 11 Jahren sind mindestens 17,0 Prozent einmal geimpft. (Stand: 27.1., 9 Uhr)

Tests: Positivrate weiter hoch

Neue Daten zur Anzahl der Testungen und zum Anteil der positiven Testergebnisse veröffentlicht das RKI einmal wöchentlich am Donnerstag. Dann erscheint ein umfassender Lagebericht, der auch weitere wöchentlich erhobene Daten enthält.
Coronavirus - Testzentrum
Eine Mitarbeiterin steht mit einem Teststäbchen für einen Abstrich in der von einer Arztpraxis betriebenen Corona-Teststelle Hannover-Laatzen in der Region Hannover. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. (picture alliance/dpa)
In der Kalenderwoche 3 fielen 32 Prozent der PCR-Tests positiv aus. Der Anteil ist damit laut RKI so hoch wie nie. In der Vorwoche waren es 24 Prozent. Die Behörde weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht ganz mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist – denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein. Der Anteil der Omkron-Variante macht den Angaben zufolge in der dritten Kalenderwoche 95 Prozent aus. (Stand: 27.1.)
Weltweit sind inzwischen mindestens rund 5,6 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben - das meldet die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Bisher wurden knapp 9,9 Milliarden Impfdosen weltweit verabreicht. (Stand 27.1.)