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StartseiteCorsoStalking, Regelschmerzen, Saboteure25.01.2020

Album "Martini Sprite" von BlondStalking, Regelschmerzen, Saboteure

Auf ihrem Debüt singen Blond von Technikern, die ihren Sound sabotieren. Dies hätten sie selbst erleben müssen, sagten die Bandmitglieder im Deutschlandfunk – und sprachen über vermeintliche Frauenthemen, die auch Männer angehen.

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(Anja Jurleit)
Band Blond aus Chemnitz: Songs wie Tagebucheinträge (Anja Jurleit)
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"Es ist tatsächlich so, dass wir diese Art von Mensch sehr oft leider treffen mussten", sagten die Bandmitglieder von Blond in Bezug auf den Titel "Thorsten". Der Song handelt von einem Techniker, der den Sound der Band regeln soll. Allerdings hört er nicht auf die Musikerinnen, sabotiert ihren Sound, eben, weil sie Frauen sind. "Seitdem wir Musik machen, müssen wir uns mit solchen Leuten rumschlagen. Deswegen haben wir dann einen Song drüber geschrieben."

Die Band Blond besteht aus den Schwestern Lotta und Nina Kummer sowie Johann Bonitz. Das Debüt der Band aus Chemnitz heißt "Martini Sprite". Viele Songs darauf sind aus dezidiert weiblicher Perspektive geschrieben. Weitere Lieder behandeln Regelschmerzen oder Stalking. Ein Konzept stehe aber nicht dahinter. "Das waren einfach alles Themen, die uns in den letzten zwei Jahren erlebt haben. Eigentlich ist das so ein bisschen wie eine Tagebuch-Sammlung", erklärt Nina Kummer. Die Themen gingen auch Männer an.

Zusammenhalt der kreativen Szene in Chemnitz

Lotta und Nina Kummer sind die Schwestern von Felix und Till Kummer, die mit der Band Kraftklub bundesweit bekannt sind. Die Musikalität der Geschwister hänge mit der kreativen Szene in Chemnitz zusammen. Man stütze und helfe sich gegenseitig, heißt es von Blond.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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