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Allgemeine DienstpflichtSozialethiker Hengsbach: "flippige Idee"

Eine Bundesfreiwillige arbeitet in einer Kindertagesstätte mit einem Kind (dpa/picture alliance/Robert B. Fishman)
Eine Bundesfreiwillige in einer Kindertagesstätte (dpa/picture alliance/Robert B. Fishman)

Der Sozialethiker Hengsbach hält den Vorschlag einer Allgemeinen Dienstpflicht für nicht ausreichend durchdacht.

Im Deutschlandfunk sprach er von einer "flippigen Idee", die sich nicht ohne Weiteres realisieren lasse und wohl eher dazu gedacht gewesen sei, die Umfragewerte der CDU-Vorsitzenden Kramp-Karrenbauer aufzubessern, von der sie stammt. Die Einführung einer Allgemeinen Dienstpflicht würde eine Grundgesetzänderung voraussetzen. Hengsbach ging in seiner Kritik aber noch weiter und erklärte, die Zivilgesellschaft sei lebendig genug, um die Fehler des Staates zu korrigieren und verweist etwa auf die "Fridays for Future"-Bewegung. Der gesellschaftliche Zusammenhalt sei in eine Krise geraten, räumte der Sozialethiker ein. Ursache sei aber nicht, dass Jugendliche nicht bereit wären, sich zu engagieren, sondern dass der Staat sich in seinen Entscheidungen etwa von Lobbyisten der Autoindustrie und anderer Unternehmen treiben lasse.

Um die Zivilgesellschaft zu stärken schlug Hengsbach vor, die bereits existierenden Freiwilligenengagements stärker zu fördern und deren Finanzierung aufzustocken.