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Als "Lärm" abgetanAdidas-Personalchefin Parkin tritt wegen Umgang mit Rassismus zurück

Ein Bus mit Adidas-Logo an einem Verwaltungsgebäude der Firma. (www.imago-images.de)
Ein Bus mit Adidas-Logo an einem Verwaltungsgebäude der Firma. (www.imago-images.de)

Die Personalchefin des Sportartikelherstellers Adidas, Karen Parkin, ist nach Kritik an ihrem Umgang mit dem Thema Rassismus zurückgetreten.

Der Aufsichtsrat habe ihr Rücktrittsgesuch zum Monatsende angenommen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Eine Gruppe von Mitarbeitern hatte sich nach einem Bericht des "Wall Street Journal" kürzlich über die 55-Jährige beschwert. Sie hatte im vergangenen Jahr bei einer internen Veranstaltung der US-Tochter Reebok Rassismus als "Lärm" abgetan, über den nur in Amerika debattiert werde. Weiter habe sie gesagt, sie glaube nicht, dass Adidas ein Rassismusproblem habe. Parkins Entschuldigung bezeichneten die Belegschaftsvertreter als unzureichend und forderten eine Untersuchung. Adidas-Chef Kasper Rorsted übernimmt der Mitteilung zufolge übergangsweise ihre Aufgaben.

Adidas teilte mit, dass das Unternehmen 120 Millionen US-Dollar in Initiativen in den USA stecken werde, die rassistische Ungleichheiten beenden und schwarze Gemeinden bis 2025 unterstützen sollen. Außerdem versprach der Konzern, dass mindestens 30 Prozent der neuen Stellen mit Schwarzen oder Latinos besetzt werden sollten. Adidas beschäftigt etwa 59.000 Menschen weltweit.