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AltertümerÄgypten will Versteigerung von Pharaostatue stoppen

Das von Christie's zur Verfügung gestellte Foto zeigt eine 3.000 Jahre alte Steinskulptur, die dem berühmten Kindskönig Pharao Tutanchamun ähneln soll und am 4. Juli 2019 bei Christie's versteigert werden soll. (Christie's/AP/dpa-Bildfunk )
Ägypten will die Versteigerung dieser Büste verhindern. (Christie's/AP/dpa-Bildfunk )

Ägypten will die in London geplante Versteigerung einer Pharao-Statue stoppen.

Grund seien ungeklärte Fragen zu deren Herkunft. Das Ministerium für Antiquiäten teilte mit, man habe sich mit dem Gesuch an das Auktionshaus Christie's und an die UNO-Kulturorganisation UNESCO gewandt. Christie's wies die Vorwürfe zurück. Man halte sich strikt an bilaterale Verträge und internationales Recht hinsichtlich Kulturgütern und kulturellem Erbe. Es liege in der Natur antiker Objekte, dass sie nicht über Jahrtausende hin zurückverfolgt werden könnten.

Die mehr als 3.000 Jahre alte Statue aus Quarzit-Stein trägt die Züge von Tutanchamun, der Ägypten von 1332 bis 1323 vor Christus regierte. Das Auktionshaus preist die 30 Zentimeter große Büste, die am 4. Juli versteigert werden soll, als "außergewöhnliche Darstellung" des Kindskönigs an. Schätzungen zufolge könnte sie mehr als 4,5 Millionen Euro einbringen.

Tutanchamuns weitgehend unversehrtes Grab wurde 1922 vom britischen Archäologen Howard Carter in Luxor entdeckt. Ägypten kämpft seit längerem um die Rückgabe gestohlener Artefakte.