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Altmaier (CDU)"Wir wählen heute keinen Kanzlerkandidaten"

Vorbereitungen für den Parteitag  (dpa/Kay Nietfeld)
Auftakt des CDU-Bundesparteitags in Hamburg (dpa/Kay Nietfeld)

Bundeswirtschaftsminister Altmaier sieht in der Wahl der neuen CDU-Spitze keine Vorentscheidung für eine mögliche Kanzlerkandidatur. Im Deutschlandfunk-Interview erneuerte er zugleich seine Unterstützung für Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer. Weitere führende CDU-Politiker riefen zum Zusammenhalt auf.

Altmaier sagte im Deutschlandfunk, heute wählten die Delegierten einen neuen Parteivorsitzenden und keinen Kanzlerkandidaten. Die Entscheidung für einen Kanzlerkandidaten werde gemeinsam mit der CSU und in der Regel ein Jahr vor einer Bundestagswahl getroffen.

Altmaier bekräftigte seine Unterstützung für die Kandidatur von Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer. Die frühere saarländische Ministerpräsidentin habe gezeigt, dass sie Mehrheiten gewinnen könne. Sie werde Wahlen in der Mitte gewinnen, betonte Altmaier.

NRW-Ministerpräsident Laschet betonte im ZDF, es müsse auch nach der Wahl Menschen geben, die Brücken bauten. Der Unionsfraktionsvorsitzende Brinkhaus rief die Kandidaten dazu auf, auch bei einer Niederlage weiterhin für die CDU zur Verfügung zu stehen. Brinkhaus rechnet mit einer knappen Entscheidung. Es werde mitentscheidend sein, wer auf dem Parteitag die Gunst der Stunde am besten für sich nutzen könne, sagte Brinkhaus der Deutschen Presse-Agentur.

Bundeskanzlerin Merkel gibt ihr Amt als Parteichefin nach mehr als 18 Jahren ab. Bisher kandidieren Kramp-Karrenbauer, der ehemalige Unionsfraktionschef Merz und Bundesgesundheitsminister Spahn. Auf dem Parteitag in Hamburg können aber noch weitere Kandidaten aufgestellt werden. Mit einer Entscheidung wird für den Nachmittag gerechnet. Offen ist, ob auch der Posten des Generalsekretärs bereits heute neu besetzt wird. Kramp-Karrenbauer hatte angekündigt, von diesem Amt in jedem Fall zurückzutreten.