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StartseiteSport AktuellReformprozess des Weltverbandes beginnt 17.02.2020

AmateurboxenReformprozess des Weltverbandes beginnt

Der Amateurbox-Weltverband will sich reformieren. Das ist auch dringend notwendig, denn das IOC hat Gelder eingefroren und den Verband suspendiert. Der Vorwurf: Undurchsichtige Entscheidungen und Korruption. In Budapest hat der Weltverband jetzt den ersten Schritt getan.

von Heinz Peter Kreuzer

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45. Chemiepokal im Olympischen Boxen / Amateurboxen - Finals (23.06.2018) Boxan - Amateurboxen - Symbolbild; Zwei Boxer im In-Fight, im Nahkampf. Halle/Saale Sachsen-Anhalt Deutschland *** 45 Chemistry Cup in Olympic Boxing Amateur Boxing Finals 23 06 2018 Boxan Amateur Boxing Iconic Image Two Boxers In Close Fighting Halle Saale Saxony Anhalt Germany  (imago sportfotodienst)
Der Amateurboxverband Aiba will alles daran setzen, dass Boxen olympisch bleibt (imago sportfotodienst)
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Boxen bleibt im olympischen Programm für 2020 – das Turnier wird aber nicht vom Weltboxverband AIBA organisiert. Die Exekutive des Amateurbox-Weltverbandes hat daher am Montag (17.02.2020) in Budapest den ersten Schritt Richtung Reform getan. Der vom Internationalen Olympischen Komitee suspendierte Weltverband will kommenden Monat seinen Reformprozess einleiten.

Weltverband AIBA muss sich reformieren

Mit der Außerordentlichen Generalversammlung am 20. März werden in Budapest auch die Nationalen Verbände mit einbezogen. Diese sollen dann über die Veränderungen der Statuten, die das Internationale Olympische Komitee eingefordert hat, abstimmen. Der Amateurbox-Weltverband Aiba will sich nicht konkret zu dem Reformprozess äußern, bis sie den nationalen Verbänden vorliegen. Unter anderem geht es aber um neue Regeln für die Kampfrichter. Diese waren unter andrem auch bei Olympia in Rio wegen einiger Skandalurteile aufgefallen.

Kommt ein neuer Präsident?

Außerdem wird es um die Zukunft des Exekutivboards gehen: Bleiben die derzeitigen Mitglieder weiter im Amt und wann wird ein neuer Präsident gewählt? Ein Termin soll bei dieser Versammlung festgelegt werden, denn bis spätestens im November soll der neue Präsident im Amt sein.

Die Forderungen des IOC nach Reformen waren in Budapest präsent, jedoch gab es unterschiedliche Auslegungen dieser Forderungen. Teilnehmer des Meetings sagten, da herrsche nur Konfusion. Mehrere Mitglieder hätten gesagt, dass sie mit IOC-Vertretern gesprochen hätten, aber alle hätten unterschiedliche Versionen erzählt.

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