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Amazonas-FondsNorwegen stoppt Zahlungen für Regenwald

LKW beladen mit dicken Stämmen aus illegalen Holzeinschlägen Tropenholz aus dem Amazonas Regenwald (Imago / Imagebroker / Florian Kopp)
Brasiliens Präsident Bolsonaro genehmigt Abholzungen im Regenwald. (Imago / Imagebroker / Florian Kopp)

Norwegen stoppt seine Zahlungen an den Amazonas-Fonds.

Die norwegische Regierung begründet die Entscheidung damit, dass Brasilien die vereinbarten Regelungen zum Schutz des Regenwaldes nicht einhält. Norwegen ist der größte Geldgeber für den Regenwald-Fonds. Das Land hat dort bis jetzt etwa eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt.

In Deutschland hatte das Bundesumweltministerium am Wochenende angekündigt, Projekte mit Brasilien zum Schutz des Waldes und der Biodiversität vorerst auf Eis zu legen. Hier ging es um 35 Millionen Euro. Ministerin Schulze plädierte darüber hinaus dafür, dass sich Deutschland aus dem Amazonas-Fonds zurückzieht.

Der dafür zuständige Entwicklungsminister Müller will den Fonds aber erst einmal weiter unterstützen. Müller sagte, bei seinem Besuch in Brasilien im vergangenen Monat hätten sich Indigene, Umweltgruppen und Regierungsvertreter für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ausgesprochen. Jeder, der den Regenwald als Klimaschützer erhalten wolle, müsse diese Maßnahmen verstärken und nicht beenden.

Brasiliens Präsident Bolsonaro hatte Anfang der Woche gesagt, er brauche das Geld nicht. Deutschland solle lieber im eigenen Land damit aufforsten.