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American FootballWieder Protestgesten vor und während der Hymne

Das Foto zeigt den Spieler Robert Quinn von den Miami Dolphins, wie er beim Singen der Nationalhymne vor dem Spiel gegen die Tampa Bay Buccaneers seine Faust emporreckt. (dpa-Bildfunk / AP / Wilfredo Lee)
Robert Quinn protestiert bei der Nationalhymne mit gereckter Faust. (dpa-Bildfunk / AP / Wilfredo Lee)

In der amerikanischen Profiliga NFL haben mehrere Spieler während der Nationalhymne wieder Gesten des Protests gezeigt.

So berichtet unter anderem CNN, dass Robert Quinn von den Miami Dolphins seine Faust emporreckte, als die Hymne lief. Auch knieten Kenny Stills und Albert Wilson vor der Partie gegen Tampa Bay. Bei anderen Spielen kam es ebenfalls zu solchen Gesten: Bei den Philadelphia Eagles erhoben Malcolm Jenkins und DeVante Bausby ihre Fäuste, und Chris Long legte seinen Arm um Jenkins' Schulter.

Beim Spiel der Jacksonville Jaguars kamen einige Spieler während der Hymne gar nicht erst aufs Feld, und im Fernsehkanal der NFL-Liga war zu sehen, wie beim Spiel der Cleveland Browns gegen die New York Giants zehn Spieler der Giants gemeinsam niederknieten - allerdings vor der Hymne. In der NFL laufen gerade die "Preseason"-Spiele, das sind Testspiele vor Beginn der eigentlichen Saison.

Die Proteste während der Hymne begannen vor zwei Jahren, als San Franciscos Quarterback Colin Kaepernick als erster Profi der NFL niederkniete, um ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze zu setzen.

Inzwischen gibt es Gespräche zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft, wie mit solchen Aktionen umzugehen ist - die unter anderem bei Präsident Trump auf massive Kritik gestoßen sind. Eine vorläufiger Kompromiss sah vor, dass Spieler während der Hymne in der Kabine bleiben dürfen - dass das Knien und andere Aktionen während der Hymne aber verboten sind. Dieser Kompromiss ist aber wieder ausgesetzt worden.