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Amnesty InternationalMenschenrechtspreis geht an Seenotrettungsschiff "Iuventa"

Das Flüchtlingsschiff Iuventa von Jugend Rettet im Einsatrz auf hoher See (Deutschlandradio / Johannes Moths)
Das Rettungsschiff Iuventa der deutschen Organisation "Jugend Rettet"im Einsatz auf hoher See (Deutschlandradio / Johannes Moths)

Die deutsche Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeichnet die Crew des Seenotrettungsschiffs "Iuventa" mit ihrem diesjährigen Menschenrechtspreis aus.

Den zehn Aktivistinnen und Aktivisten aus Deutschland, England, Portugal und Spanien werde in Italien der Prozess gemacht, obwohl sie lediglich Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet hätten, hieß es zur Begründung. Das Schiff des Berliner Vereins "Jugend rettet" wurde im August 2017 im Hafen von Lampedusa von den italienischen Behörden beschlagnahmt. Seitdem ermitteln die italienischen Behörden wegen Beihilfe zur illegalen Einreise gegen die Besatzung. Das Vorgehen gegen die "Iuventa" demonstriere, was Staaten bereit seien zu unternehmen, um sich ihrer völkerrechtlichen Verantwortung für Menschen auf der Flucht zu entziehen, kritisierte Amnesty.

Zwischen Juli 2016 und August 2017 hatte die Iuventa in 16 Einsätzen mehr als 14.000 Menschen aus dem Mittelmeer an Bord genommen und sie damit laut "Jugend rettet" vor dem Tod durch Ertrinken bewahrt.

Mit dem Menschenrechtspreis zeichnet die deutsche Amnesty-Sektion alle zwei Jahre Persönlichkeiten und Organisationen aus, die sich unter schwierigen Bedingungen für die Menschenrechte einsetzen. Die Verleihung des diesjährigen Preises findet am 22. April im Berliner Gorki-Theater statt.