Andruck - Das Magazin für Politische Literatur 

Mario Vargas Llosa"Der Ruf der Horde"

Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa (imago stock&people)

Wer den vermeintlich einfachen Antworten nicht folgen will, muss und darf seinen Verstand einsetzen. Und der wird inspiriert durch die Gedanken Anderer, z.B. die der liberalen Vordenker. Der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa führt aus, wie das bei ihm funktioniert hat.

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Susanne Koelbl"Zwölf Wochen in Riad"

Das Buchcover von Susanne Koelbl: "Zwölf Wochen Riad". Es sind Frauen mit dem Nikab verschleiert.  (DVA / dpa)

Die saudi-arabische Führung modernisiert ihr Land, dennoch bleibt das Königreich abgeschottet und wird nach wie vor streng autoritär regiert. Ein Scheitern dieses Systems wäre jedoch fatal, führt die Journalistin Susanne Koelbl aus. Es würde den Nahen Osten noch instabiler machen.

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Yves Schumacher"Faschismus in der Schweiz"

Das Buchcover von Yves Schumacher: "Nazis! Faschisten! Fascisti! Faschismus in der Schweiz 1918-1945". Im Hintergrund eine Flagge von der Schweiz vor grauem Himmel (Verlag Orell Füssli / imago stock&people)

Als Hitler und Mussolini Kontinentaleuropa beherrschten, bildete die neutrale Schweiz eine Insel im braunen Meer. Doch auch in der Eidgenossenschaft breitete sich die rechtsextreme Bewegung aus. Schweizer Politik, Justiz und bürgerliche Medien leisteten mitunter nur halbherzig Widerstand.

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Liao Yiwu"Herr Wang, der Mann, der vor den Panzern stand"

Eine Montage zeigt das Buchcover "Herr Wang, der Mann der vor den Panzern stand" von Liao Yiwu, neben einem Foto von Tausenden Menschen auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking vor 30 Jahren. (S. Fischer Verlag / picture alliance/ Keystone / AP / Sadayuki Mikami)

Vor 30 Jahren ließ die chinesische Führung Studentenproteste blutig beenden, das Militär wurde gegen die Demokratiebewegung eingesetzt. Das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens ist noch immer ein Tabu. Der Exilschriftsteller Liao Yiwu hat es erneut gebrochen.

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Kate Manne"Down Girl. Die Logik der Misogynie"

Das Buchcover von Kate Manne "Down Girl". Im Hintergrund: Zwei Frauen halten Plakate, auf denen steht "Smash the Patriarchy" und "Stand up for Women". (Verlag Suhrkamp / Christian Mang/imago)

Trotz Frauenbewegung, Antidiskriminierungsgesetzen und hohem Bildungsniveau: Frauen haben es nach wie vor schwerer, in der Welt voranzukommen. Warum das so ist, hat die US-amerikanische Philosophin Kate Manne ergründet, sie ist den unterschiedlichen Ausprägungen von Frauenfeindlichkeit nachgegangen.

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Jana Simon"Unter Druck. Wie Deutschland sich verändert"

AfD-Anhänger und andere Wähler bei einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Stralsund (picture alliance / Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa)

Seit 2013 hat die Reporterin Jana Simon Alexander Gauland (AfD) begleitet, ebenso den einstigen EZB-Chef Jörg Asmussen oder eine Krankenschwester. In insgesamt sechs Einzelporträts beschreibt sie in ihrem Buch den gesellschaftlichen Wandel in Deutschland. Gekonnt verflicht sie Einzelschicksale mit Politik.

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Martin Ramb / Holger Zaborowski (Hg.)"Heimat Europa?"

Hintergrundbild: Ein Globus mit dem Europa-Auszug aus 540 Puzzleteilen.  Vordergrund: Buchcover

Heimaten: Wo die Bürger Europas sich verwurzelt sehen, kann vielfältig sein. Und so kann Heimat eben auch einen Plural haben. Zu diesem und anderen Schlüssen kommt ein Sammelband, der der Frage nachgeht, wie und wo Europa Heimat bedeuten kann.

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Martin Diebel"Die Stunde der Exekutive"

Hintergrundbild: Maidemonstration in Köln 1968. Vordergrund: Buchcover (picture alliance / Klaus Rose)

Im Mai 1968 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Notstandsgesetze. Sowohl im Parlament als auch in der Öffentlichkeit führte diese Verfassungsänderung zu heftigen Auseinandersetzungen. Der Historiker Martin Diebel beschreibt die Motive der Beamten, die diese Gesetze entworfen haben.

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Michael F. Feldkamp"Der Parlamentarische Rat 1948-49"

Hintergrundbild: Der parlamentarische Rat bei seiner ersten Sitzung im Jahr 1948. Vordergrund: Buchcover (akg-images / Vandenhoeck & Ruprecht Verlag)

Das Grundgesetz wird 70 Jahre alt. Der Parlamentarische Rat hatte den Entwurf in Abstimmung mit den Alliierten erarbeitet. Wie dieser Rat gearbeitet hat, zeichnet der Historiker Michael F. Feldkamp nach. Er saß als Angestellter des Bundestages dicht an den Quellen.

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Lorenzo Marsili / Niccolò Milanese"Wir heimatlosen Weltbürger"

Hintergrund: Eine Landkarte der EU-Mitgliedsländer auf einer Wand aus Bausteinen, umrahmt von der EU-Flagge. Vordergrund: Buchcover (picture alliance / dpa / epa belga EC/ Suhrkamp Verlag)

"Wie Europa vor sich selbst gerettet werden kann" – So lautet übersetzt der Original-Untertitel des Buches der Aktivisten Lorenzo Marsili und Niccolò Milanese. Es geht ihnen um das neoliberale Wesen der Europäischen Union, das ihrer Ansicht nach umgewandelt werden muss – in ein transnationales, soziales Europa.

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Heinz Bude"Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee"

Hintergrundbild: Demonstration der Berliner Arbeiterschaft für Sowjetrußland am 11.5.1919 im Berliner Lustgarten. "Wir demonstrieren gegen die Entmachtung Sowjetrußlands", heißt es auf einem der Plakate. Vordergrund: Buchcover (dpa picture-alliance / Berliner Verlag / Archiv)

Solidarität kann mannigfache Formen annehmen, selbst in neoliberalen Zeiten. Zu diesem Ergebnis kommt der Soziologe Heinz Bude in seiner Studie, die quer durch die Geisteswissenschaften geht und das alte Konzept der Solidarität auf seine Zukunftstauglichkeit prüft.

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Politologe Björn Hacker über die EU"Ziel sollte wirklich eine Avantgardegruppe sein"

Kleine Europafähnchen aus Papier. (picture alliance / McPhoto)

Der Politologe Björn Hacker entwickelt in seinem Buch "Weniger Markt, mehr Politik. Europa rehabilitieren" Ideen zur Zukunft der EU. Um sie voranzubringen, sollte es eine Gruppe geben, "die einen Schritt vorangeht und dann wie eine Lokomotive die anderen Staaten mit reinzieht", sagte er im Dlf.

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Bartholomäus Grill„Wir Herrenmenschen“

Im Vordergrund das Cover von Bartholomäus Grills "Wir Herrenmenschen", das mit Palmblättern illustriert ist, im Hintergrund ein Palmblatt vor dunkler Fläche. (Siedler Verlag/ Unsplash/ Vesela Vaclavikova)

Bartholomäus Grill berichtet seit mehr als 25 Jahren aus Afrika für deutschsprachige Medien. Er kennt die Geschichte der Länder und auch das alltägliche Leben dort. In „Wir Herrenmenschen“ zeigt er, wie die deutsche Kolonialgeschichte bis heute das Denken prägt.

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Michail Ryklin"Leben, ins Feuer geworfen"

Buchcover: Hintergrund: Beginn der Russischen Revolution im Oktober 1917: Lenin wendet sich auf dem Roten Platz in Moskau zu den Menschen. (Buchcover: Suhrkamp / Hintergrund: Imago United Archives International)

"Himmelsstürmer" wurden die jungen Parteisoldaten genannt, die 1917 für die Oktoberrevolution brannten und sich dem radikalen Umbau der Gesellschaft verschrieben. Viele endeten tragisch. Für den russischen Philosophen Michail Ryklin ist dieses Drama auch persönliche Geschichte, wie sein Buch zeigt.

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Volker Stanzel"Die ratlose Außenpolitik"

Volker Stanzel war deutscher Botschafter in Japan und China, derzeit arbeitet er bei der Stiftung Wissenschaft und Politik für die Forschungsgruppe Asien. (picture alliance / dpa)

Die deutsche Außenpolitik, jahrzehntelang erfolgsverwöhnt, verlangt nach neuer Orientierung. Das Hauptproblem dabei sei der geringe Rückhalt für außenpolitische Entscheidungen in der Bevölkerung analysiert Volker Stanzel, Vizepräsident der DGAP. Er fordert von der Politik neue Ideen fürs staatliche Handeln.

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Elizabeth Anderson: „Private Regierung“Wie Arbeitgeber über ihre Beschäftigten herrschen

Im Vordergrund ist das Cover des Buches "Private Regierungen", im Hintergrund sitzen mehrere Menschen an mehreren Bildschirmen. (Suhrkamp / Imago / Sven Simon)

Die Sozialphilosophin Elizabeth Anderson sägt an den Grundfesten des Wirtschaftsliberalismus. In ihrem jüngsten Buch zeigt sie auf, wie Arbeitgeber als eine Art "private Regierung" willkürliche Herrschaft über ihre Mitarbeiter ausüben können.

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Edward Timms"Die geheimen Tagebücher der Anna Haag"

Hintergrund: Bild auf einer Propaganda-Postkarte des Reichsarbeitsdienstes der Nazis von 1938 Vordergrund: Buchcover (picture-alliance / dpa / Hans-Joachim Rech / Scoventa Verlag)

Was konnte man in der 1940er Jahren in Deutschland wissen oder wenigstens ahnen? Die Tagebücher von Anna Haag machen deutlich: sehr viel. Zugleich ist darin festgehalten, dass eine abweichende Haltung zum NS-Regime nur im Geheimen möglich, aber immerhin möglich war.

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Melanie Fritscher-Fehr"Demokratie im Ohr"

Hintergrundbild: Ein Radiogerät von Quelle, das Simonetta Stereo-Großsuper ST 6501 aus dem Jahr 1965 Vordergrund: Buchcover (picture alliance / dpa / Daniel Karmann/ transcript Verlag)

Das Radio als demokratieerziehendes, aber auch als ideologisches Instrument: So sahen die Alliierten die Funktion des Leitmediums nach 1945 bei ihren "Re-education"-Konzepten. Nach und nach emanzipierten sich die Journalisten dabei von den Vorgaben der Historikerzunft.

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Dominik Enste "Geld für alle"

Buchcover "Geld für alle". Im Hintergrund verschiedene Geldscheine (Buchcover: dtv / Hintergrund: dpa/picture-alliance/Daniel Reinhardt)

Dauerhaftes Geben ohne Gegenleistung ist mit dem Wesen des Menschen nicht vereinbar. Davon ist Dominik Enste, Verhaltensökonom am Institut der deutschen Wirtschaft, überzeugt. Daher spreche Vieles gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen, ein bedingtes dagegen wäre denkbar.

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Jessica Bruder"Nomaden der Arbeit"

Cover des Buches von Jessica Bruder "Nomaden der Arbeit. Überleben in den USA". Im Hintergrund: Prärie am South Bighorn Scenic Backway bei Waltman im US-amerikanischen Bundesstaat Wyoming. (Blessing Verlag / picture alliance / dpa)

Die US-Journalistin Jessica Bruder hat sie begleitet: moderne Nomaden im Rentenalter, die in Wohnwagen leben und auf der Suche nach dem nächsten Job oft hunderte Meilen zurücklegen. Ein Blick in die wachsenden Randgebiete einer Gesellschaft, in der das Leben längst zum Überlebenskampf geworden ist.

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Karl-Rudolf Korte"Gesichter der Macht"

Das Cover des Buches von Karl-Rudolf Korte, "Gesichter der Macht". Im Hintergrund Angela Merkel mit Frank-Walter Steinmeier im Haus Bellevue. (Campus Verlag / dpa/Wolfgang Kumm)

Was kann und darf der Bundespräsident? Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben mit dem Amt eine interessante Mischung aus Ersatzkaiser, Reservemacht und Staatsnotar geschaffen. Diese hat sich in den vergangenen siebzig Jahren vielfach bewährt.

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Alexander Jorde"Kranke Pflege"

Cover-Collage. Buchcover "Kranke Pflege" von Alexander Jorde, Tropen Verlag. Hintergrundbild: Zwei mit durchsichtiger Folie überzogene Krankenhausbetten stehen auf einem Krankenhausflur. (Buchcover: Tropen Verlag, Hintergrund: dpa/Wolfram Kastl)

Die Pflege in Deutschland hat mit gravierenden Problemen zu kämpfen. Ein junger Berufsanfänger schildert diese sowie seine Leidenschaft für den Beruf. Der 22-Jährige fordert zudem etwa eine gewerkschaftliche Organisation der Pflegekräfte.

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Jan Zielonka"Konterrevolution"

Cover-Collage: Buchcover "Konterrevolution" von Jan Zielonka, Campus Verlag. Hintergrund rechts: Ein Mann steht vor einem Abgrund. (Buchcover: Campus Verlag, Hintergrund: imago/Gary Waters)

EU-Skeptiker wie die AfD oder das Rassemblement National könnten bei der Europawahl deutlich zulegen. Der Politologe Jan Zielonka macht für das Erstarken dieser Parteien vor allem die liberale Elite verantwortlich. Und er fordert einen grundlegenden Umbau der EU.

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Thomas Kielinger"Die Königin"

Cover-Collage. Buchcover "Die Königin. Elisabeth I. und der Kampf um England" von Thomas Kielinger, C.H.Beck Verlag. Hintergrund rechts: Die britische Flagge auf dem Victoria Tower des Westminster-Palasts in London (Buchcover: C.H.Beck Verlag, Hintergrund: AFP/Daniel Leal-Olivas)

Die Briten beschwören gerne ihre "guten alten Zeiten". Dabei geht es um das Commonwealth, um die Zeit als Weltmacht oder die großen Monarchen. Eine, die in dieser Reihe nie fehlen darf, ist Elisabeth I. Eine mächtige und erfolgreiche Königin - bewusst ohne Gatten und Nachkommen.

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Michael Lewis"Erhöhtes Risiko"

Das Buchcover Michael Lewis: "Erhöhtes Risiko", im Hintergrund das Weiße Haus in Washington (Campus Verlag; Hintergrundbild: dpa-Bildfunk / AP / Andrew Harnik)

Washingtons Amtsstuben und ihre Gegner – das eigene Volk. Der Autor Michael Lewis findet Unfähigkeit auf der einen, Abneigung und Misstrauen auf der anderen Seite vor. In "Erhöhtes Risiko" gibt er jenen eine Stimme, die den Betrieb am Laufen halten und vor Fehlentwicklungen warnen.

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Harald Jähner"Wolfszeit"

Im Vordergrund das Cover von Harald Jähners "Wolfszeit", im Hintergrund eine undatierte Aufnahme der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Innenstadt von Köln (Rowohlt Verlag/ dpa picture alliance/ Royal Air Force)

In "Wolfszeit" beschäftigt sich der ehemalige Feuilleton-Chef der Berliner Zeitung mit Deutschland und den Deutschen unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Mitte der 1950er Jahre − mit überraschenden Ergebnissen. Dafür erhielt Harald Jähner den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse.

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Rolf Henrich"Ausbruch aus der Vormundschaft. Erinnerungen"

Der Rechtsanwalt und ehemalige DDR-Regimekritiker Rolf Henrich blickt in die Kamera (picture alliance/dpa/Patrick Pleul)

Im Westen kannte ihn vor der Wende niemand, im Osten war er eine lokale Größe. Sein Buch aber machte den DDR-Rechtsanwalt Rolf Henrich 1989 schlagartig prominent. "Der vormundschaftliche Staat" hieß es, "Vom Versagen des real existierenden Sozialismus". Jetzt legt Henrich mit einer Autobiographie nach.

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Henry Leide"Auschwitz und Staatssicherheit"

Auf dem Buchcover von Henry Leide: "Auschwitz und Staatssicherheit" ist der ehemalige stellvertretende SS-Standort und Lagerarzt Dr. Horst Fischer während seines Prozesses vor dem Obersten Gericht der DDR im März 1966 abgebildet. Im Hintergrund Berliner Mauer mit Stacheldraht am Potsdamer Platz am 30. September 1961 in schwarz weiß. (Umschlagabbildung: bstu/ MfS/ Hintergrund: imago/Sabine Gudath)

Die DDR zog aus dem Antifaschismus ihre Existenzberechtigung. Laut Propaganda waren alle NS-Täter in den Westen geflüchtet, der Osten aber hatte aufgeräumt. Henry Leide widerlegt diesen Mythos und zeigt, wie die Stasi die Verfolgung von Auschwitz-Mördern hintertrieb, um im Ost-West-Konflikt zu punkten.

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Ian Kershaw"Achterbahn"

Hintergrund: Ian Kershaw am 15.3.2012;  Buchcover: Achterbahn, Deutsche Verlags-Anstalt (Buchcover Deutsche Verlags-Anstalt/ Hintergrund picture alliance / Arno Burgi)

Vor drei Jahren veröffentlichte Ian Kershaw den ersten Band seiner Geschichte Europas im 20. Jahrhundert unter dem Titel „Höllensturz“. Nun legt der britische Historiker den zweiten Teil vor. In „Achterbahn“ beschreibt er die Entwicklungen von 1950 bis heute. Die Briten kommen dabei nicht gut weg.

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Brendan Simms"Die Briten und Europa“

(imago stock&people/ EMPICS/ Matt Crossick)

Auch die Briten haben Europa zu dem gemacht, was es heute ist; und ohne Europa gäbe es weder Großbritannien noch sein einstiges Empire. Gut lesbar zeigt dieses Buch, wie beide Seiten einander erst bekämpften, sich dann zusammenrauften. Kluge Londoner Politik spielte dabei häufig eine entscheidende Rolle.

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Thomas de Maizière"Regieren. Innenansichten der Politik"

Der frühere Bundesinnenminister Thomas De Maizière (CDU) (dpa / Michael Kappeler)

Das Handwerk der Politik, das Handwerk des Regierens: Der frühere Bundesnnenminister Thomas de Maizière erklärt, wie Koalitionsverhandlungen funktionieren, Gesetze entstehen und Entscheidungen zustande kommen. Und er mahnt gute Umgangsformen in der Politik an.

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Frank Richter"Gehört Sachsen noch zu Deutschland?"

Der Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung Frank Richter (Arno Burgi/dpa )

Im Herbst wird in Sachsen der Landtag neu gewählt. Dort, wo die AfD bei der Bundestagswahl stärkste Kraft wurde, tritt nun der Theologe Frank Richter an, um einen Einfluss der Partei auf die Regierungsbildung zu verhindern. Der Osten brauche keine Belehrung, sondern Unterstützung.

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Sophie Passmann"Alte Weiße Männer"

Sophie Passmann (KiWi, Anika Fußwinkel / WDR / 1Live)

Er gilt als Inkarnation des ewig Gestrigen. Der "alte weiße Mann" ist ein klassisches Feindbild, das sich im Sprachgebrauch verselbständigt hat. Die Feministin Sophie Passmann versucht, dem Feindbild auf den Grund zu gehen, im direkten Gespräch.

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Andrea Römmele"Zur Sache!"

Hintergrundbild: Bundestags-Debatte 15.2.2018; im Vordergrund: Buchcover. (dpa/picture alliance/Carsten Koall und Aufbau Verlag)

Streit, Zoff, populistisches Poltern – die Erregungsindustrie gebiert täglich neue Aufreger. Die Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele plädiert nun mit ihrem neuen Buch "Zur Sache!" für eine "neue Streitkultur in Politik und Gesellschaft".

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Norbert Frei, Franka Maubach u.a."Zur rechten Zeit"

Hintergrundbild: Das Foto zeigt eine Demonstration von Rechtsradikalen in Dortmund-Marten, mitPyrotechnik und Schwarz-Weiß-Roten Fahnen, die von 1933 bis 1945 die Farben der Flagge des Deutschen Reiches darstellten. Vordergrund: Buchcover (dpa-Bildfunk und Ullstein Verlag)

Nationalismus, Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit haben Konjunktur. Die Autoren um den Historiker Norbert Frei, Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts, wehren sich gegen allzu kurz gegriffene Erklärungen für diese Entwicklungen und suchen stattdessen Antworten in der Geschichte.

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Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah"Eure Heimat ist unser Albtraum"

Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah (Valerie-Siba Rousparast)

"Eure Heimat ist unser Albtraum" - dieser Titel versammelt Essays von 14 Autorinnen und Autoren über Alltagsrassismus, Diskriminierung und Nationalismus, aber auch Ideen für die Zukunft, wie ein besseres Zusammenleben möglich werden könnte.

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Daniel Gerlach"Der Nahe Osten geht nicht unter"

Daniel Gerlach, Chefredakteur der Zeitschrift "Zenith" (Zenith)

Kriege, Terror, Autokraten - aus dem Nahen Osten dringen nur selten gute Nachrichten zu uns. Die arabische Welt gilt als die Krisenregion der Welt schlechthin. Grund genug für den Autor Daniel Gerlach, einen Kontrapunkt zu setzen.

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Frank Bösch"Zeitenwende 1979"

Buchcover "Zeitenwende 1979" von Frank Bösch, im Hintergrund eine Demonstration gegen den Schah im Jahr 1979 in Teheran (C.H.Beck Verlag / dpa / United Press International)

Die zweite Ölkrise, der erste Weltklimagipfel, Revolution im Iran, Einmarsch der Sowjets in Afghanistan: Das Jahr 1979 war eine Zeit der Zäsuren, konstatiert der Historiker Frank Bösch in seinem neuen Buch - eine Zeitenwende, in der die Welt von heute begann.

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Bijan Kaffenberger"Was machen Politiker eigentlich beruflich?"

Schüler mit Smartphone (Verlag Rowohlt, imago/PhotoAlto/Dinoco Greco)

Bijan Kaffenberger möchte in seinem Buch jungen Lesern erklären, wie Politik funktioniert. Das Tourette-Syndrom und ein eigener Youtube-Kanal haben ihn bekannt gemacht. Doch er wollte selber politische Verantwortung übernehmen und sitzt seit Mitte Januar für die SPD im hessischen Landtag.

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Dieter Langewiesche"Der gewaltsame Lehrer"

Buchcover: "Der gewaltsame Lehrer. Europas Kriege in der Moderne". Hintergrundbild: Ein Soldatenfriedhof (Buchcover: C.H.Beck Verlag / Hintergrund: dpa)

250 Jahre lang führte Europa Kriege, um die Welt zu gestalten. Im 19. Jahrhundert gelang es, diese Kriege einzugrenzen – wodurch dies gelang und warum es seit 1914 nicht mehr wirkte, erklärt der Historiker Dieter Langewiesche. Und er erinnert an einen Ausweg, den die Gegenwart bietet.

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Martha Nussbaum"Königreich der Angst"

Buchcover Martha Nussbaum "Das Königreich der Angst" vom wbg Theiss Verlag. Hintergrundbild: ein Gewirr von dunklen Gestalten. (Buchcover: wbg Theiss Verlag/ Hintergrund: Ikon Images)

Hinter der politischen Krise der USA verbirgt sich Angst, die seit frühester Kindheit prägt - und die eine große Gefahr für die Demokratie ist. Das ist die These der US-amerikanischen Philosophin Martha Nussbaum. Statt auf Weltuntergangsstimmung setzt sie auf Mäßigung und staatsbürgerliche Liebe.

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Frank Biess: "Republik der Angst"Zyklen der German Angst

Cover-Collage: Frank Biess "Repubik der Angst". Rechts im Hintergrund: Soldaten der Bundeswehr marschieren hinter einem Plakat mit der Aufschrift "Nato-Soldaten sagen No zu Cruise Missiles und Pershing Zwo!". Die Menschenmenge dahinter trägt eine Pershing-II-Attrappe. Eine Demonstration im Jahre 1983 (Buchcover: Rowohlt Verlag, Hintergrundfoto: dpa)

"German Angst" ist ein international geläufiger Begriff, der deutsche Bedenken und Vorsicht in Sicherheits- und Umweltfragen bezeichnet. Angeblich ist er geprägt durch die Erfahrungen der Menschen in der NS-Zeit. Der Historiker Frank Biess ist dem nachgegangen.

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Lisa Herzog„Die Rettung der Arbeit“

Kopf einer Frau mit digitalen Daten (imago / Nanette Hoogslag)

Die Digitalisierung verändert unseren Alltag und unsere Arbeit. Ob man auf die negative oder die positive Seite schaut: Wir gehen davon aus, dass die Digitalisierung unvermeidbar voranschreitet. Lisa Herzog will Digitalisierung nicht als Schicksal, sondern als Aufgabe begreifen.

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Klaus-Jürgen Bremm„Die Waffen-SS“

Der Reichsführer der SS (Schutzstaffel), Heinrich Himmler, hält aus dem Auto heraus ein Ansprache vor jungen SS-Männern. Undatierte Aufnahme. (dpa / picture alliance / Bildarchiv)

Die Angehörigen der Waffen-SS galten vielen in der BRD als eiserne Kämpfer. Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl erwies beim Besuch auf dem Bitburger Soldatenfriedhof auch ihren Gräbern die Ehre. Was die Waffen-SS tatsächlich war, beschreibt ein Buch des Militärhistorikers Klaus-Jürgen Bremm.

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W. Daniel Wilson"Der Faustische Pakt"

Cover-Collage. links: Buchcover "Der faustische Pakt", dtv Verlag. rechts im Hintergrund: Gustaf Gründgens als Mephisto in einer Hamburger Inszenierung im September 1959. (Buchcover: dtv / Hintergrund: dpa)

Goethes Weimar fasziniert den US-amerikanischen Germanisten W. Daniel Wilson schon sehr lange. Er hat einige Bücher über den deutschen Dichter und seinen Mikrokosmos geschrieben. Sein neues Werk untersucht das Agieren der Goethe-Gesellschaft in der NS-Zeit und attestiert ihr "Selbstnazifizierung".

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Robert Kaltenbrunner und Peter JakubowskiDie Stadt der Zukunft

Buchcover: "Die Stadt der Zukunft", Aufbau Verlag. Hintergrundbild: Die Bundeskunsthalle in Bonn (Buchcover: Aufbau Verlag, Hintergrund: dpa/Oliver Berg)

Horrende Mietpreise, Verkehrsinfarkte und schlechte Luft: Viele Städte leiden an ihrem eigenen Wachstum. Doch wie müssen Städte gestaltet sein, damit Menschen dort gut leben können? Der Architekt Robert Kaltenbrunner und der Volkswirt Peter Jakubowski geben in ihrem Buch Antworten.

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Masha Gessen"Die Zukunft ist Geschichte"

links das Buchcover "Die Zukunft ist Geschichte", rechts ein Porträt-Foto der Autorin Masha Gessen. (Buchcover: Suhrkamp Verlag, Porträt der Autorin: Stadt Leipzig/Tanya Sazansky)

Es gelingt wenigen Autoren, die volle geschichtliche Dimension Russlands in den Blick zu nehmen. Die russisch-US-amerikanische Journalistin Masha Gessen hat sich genau das mit ihrem Buch zum Ziel gesetzt - und erhält dafür den Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung.

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Tobias Arand"1870/71"

Cover-Collage: Buchcover: "1870-71" von Tobias Arand, Osburg Verlag. Hintergrund: Fichtenwald in Oberbayern mit qualmenden kleinen Brandherden. (Buchcover: Osburg Verlag, Hintergrund: imago/S.Derder)

Der Deutsch-Französische Krieg rundet als letzter der drei "Einigungskriege" den blutigen Weg zur Gründung des deutschen Nationalstaats ab. Tobias Arand beschreibt ihn aus Sicht der kleinen Leute und großen Lenker und portraitiert Opfer dieses Kriegs, aber auch die Kriegsprofiteure.

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Thomas Darnstädt"Verschlusssache Karlsruhe"

Cover-Collage. Thomas Darnstädt "Verschlussache Karlsruhe", Piper Verlag. Hintergrundbild: Rote Hüte der Richter aufgereiht auf dem Tisch im Gerichtssaal des Bundesverfassungsgerichtes (Buchcover: Piper Verlag, Hintergrund: picture alliance / dpa)

Wie kommen die Richter des Bundesverfassungsgerichts zu ihren Urteilen? Das kann man seit einigen Jahren nachlesen. Nach einer Gesetzesänderung kann man bestimmte Akten nach 30 bzw. 60 Jahren einsehen. Der Jurist und Journalist Thomas Darnstädt hat sich einige Fälle vorgenommen.

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Claus-Peter Hutter und Volker Angres"Das Verstummen der Natur"

Cover-Collage: Volker Angres und Claus Peter Hutter: "Das Verstummen der Natur", Ludwig Buchverlag. Hintergrundbild: Kraniche fliegen am Himmel über eine Flusslandschaft in der Uckermark. (Buchcover: Verlag Ludwig, Hintergrund: dpa/picture-alliance)

Das Thema Artensterben ist ebenso wichtig wie der Klimawandel, davon sind der Journalist Volker Angres und der Umweltschutzexperte Claus-Peter Hutter überzeugt. Ihr Buch umfasst die große Bandbreite des Themas - und gibt auch praktische Tipps, wie Privatpersonen und Unternehmen Natur retten können.

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Norbert Walter-Borjans: "Der große Bluff"Ein Plädoyer für gerechte Steuern

Formular der Einkommensteuererklärung mit Stift und Geldmünzen im Hintergrund. (picture alliance / Blickwinkel)

Steuern haben ein schlechtes Image, sind aber etwas Positives. Das ist zumindest die Auffassung des früheren NRW-Finanzministers Norbert Walter-Borjans (SPD). Sein neues Buch erklärt das komplexe Thema verständlich für alle - und ist gleichzeitig ein leidenschaftliches Plädoyer für gerechte Besteuerung.

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Francis Fukuyama"Identität"

Hintergrundbild: Der US-amerikanische Politikwissenschaftler Yoshihiro Francis Fukuyama. Vordergrund: Buchcover (picture alliance / dpa / Lynn Bo Bo und Hoffmann und Campe Verlag)

Der US-amerikanische Politologe Francis Fukuyama sucht nach den Ursachen für die Krise der freiheitlichen Demokratie. Einen Schüsselbegriff stellt für ihn die Identität dar, die er mit individueller Würde in Verbindung bringt.

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Felix Bohr"Die Kriegsverbrecherlobby"

Hintergrundbild: Herbert Kappler bei seiner Ankunft bei Prozessbeginn am 3. Mai 1948 in Rom. Vordergrund Buchcover. (picture alliance/dpa und Suhrkamp Verlag)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden europaweit NS-Kriegsverbrecher inhaftiert und verurteilt. Die meisten kamen bereits nach wenigen Jahren frei. Für die übrigen setzten sich hochrangige deutsche Politiker, bis hin zu den Bundeskanzlern Brandt und Schmidt, ein.

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Thomas Biebricher„Geistig-moralische Wende“

(Buchcover Matthes & Seitz Berlin/ Hintergrund pa )

Eine anregende Studie legt die Schwächen des deutschen Konservatismus bloß. Es gehe dabei nicht um eine kurzfristige Krise, die sich durch neues Spitzenpersonal von CDU/CSU beheben ließe, sondern um einen schon lange andauernden Prozess.

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