Andruck - Das Magazin für Politische Literatur 

Amaryllis Fox „Life Undercover“

Buchcover "Life Undercover". Im Hintergrund das Symbol der CIA in der Lobby des Hauptquartiers des US-Geheimdienstes (Cover Hanser/ Hintergrund AFP / Saul Loeb)

Die Welt der Spione hat Autoren seit jeher fasziniert. Vor allem weibliche Geheimagenten stehen hoch im Kurs. In diesen Trend passt das Buch „Life Undercover“. Die ehemalige CIA-Geheimagentin Amaryllis Fox beschreibt darin den Kampf gegen den Terror und ihre eigene Entwicklung zur Friedensaktivistin.

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Michael Epkenhans und Ewald Frie (Hg.)„Politiker ohne Amt“

Buchcover "Politiker ohne Amt". Im Hintergrund leere Stühle im Plenarsaal in Bonn 1993 (imago stock&people/ sepp spiegl)

Wenn Staatsmänner ihre Macht verlieren, können die wenigsten von ihnen die Finger von der Politik lassen. Welche Wege Metternich, Bismarck aber auch Willy Brandt oder Helmut Schmidt gingen, um weiterhin Einfluss zu nehmen, beleuchtet ein Sammelband – und kommt zu überraschenden Erkenntnissen.

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Jan-Werner Müller"Furcht und Freiheit"

Jan-Werner Müller lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Princeton. (Suhrkamp Verlag / dpa/Oliver Berg)

Für den Politischen Theoretiker Jan-Werner Müller ist eine bestimmte Ausprägung des Liberalismus eine angemessene Antwort auf die politischen Herausforderungen unserer Zeit – insbesondere auf den Populismus.

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Stefan Bendiks, Aglaée Degros"Traffic Space = Public Space"

Rote Ampel im Feierabendverkehr. Stau in der Stuttgarter Innenstadt (imago / Arnulf Hettrich)

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten viele Stadtplaner das Ziel der autogerechten Stadt vor Augen. Die Folgen sind bekannt: schlechte Luft und Stau. Stadtplaner müssen sich heute fragen, wie die klimaneutrale und lebenswerte Stadt aussehen soll. Ein gerade erschienenes Handbuch präsentiert Ideen.

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Kwame Anthony Appiah "Identitäten“

Buchcover; Im Hintergrund überlappende Silhouetten verschiedener Personen  (Buchcover Hanser/ Hintergrund Imago)

Identitäten können Halt und Orientierung bieten, aber auch zu Konflikten und Kriegen führen. Angesichts ihrer Komplexität rät der Philosoph Kwame Anthony Appiah zu einem bewussten und zeitgemäßen Umgang mit den Schwachstellen und den Potenzialen von Identitäten.

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Beat Stauffer„Maghreb, Migration und Mittelmeer“

Buchcover; im Hintergrund: Flüchtlinge warten in einem überfüllten Schlauchboot auf Rettung (Buchcover NZZ Libro/ Hintergrund AFP/Abdullah ELGAMOUDI)

Die Maghrebstaaten bilden eine Art Schutzwall für die südlichen Grenzen Europas. Deshalb muss die Europäische Union mit ihnen eng zusammenarbeiten, um die irreguläre Migration einzudämmen, davon ist der Journalist und Nordafrika-Kenner Beat Stauffer überzeugt. Abschottung aber ist für ihn trotzdem keine Lösung.

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Empfehlungen der RedaktionUnsere Sachbuch-Highlights 2019

Illustration unterschiedlicher Menschen, die Bücher lesen (Imago/ Ikon Images)

Vom Begriff der "German Angst" über den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Extremwetterereignissen bis zu den Briten und ihrem Verhältnis zu Europa: Aus den 2019 erschienenen Sachbüchern haben wir fünf herausragende Werke ausgewählt.

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Grégoire Chamayou „Die unregierbare Gesellschaft“

Buchcover " Die unregierbare Gesellschaft" (Buchcover Suhrkamp/ Hintergrund canva)

Die 70er Jahre gelten als Epoche der anti-autoritären Revolte. Führende Köpfe aus Wirtschaft und Politik befürchteten, die Gesellschaft könnte unregierbar werden. Der französische Philosoph Grégoire Chamayou zeigt, wie sie ihre Antwort im autoritären Liberalismus fanden.

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Jürgen Martschukat „Das Zeitalter der Fitness“

Buchcover. Im Hintergrund Menschen beim Spinning (Buchcover Fischer/ Hintergrund imago Isabelle Klein )

Wer nicht fit ist, ist außen vor. Und wer dick ist, erst recht – und steht dazu noch im Verdacht, auch als Bürger nicht ganz tauglich zu sein. Schuld ist das neoliberale Fitness-Ideal, meint Jürgen Martschukat, Professor für nordamerikanische Geschichte an der Uni Erfurt.

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Odd Arne Westad"Der Kalte Krieg - Eine Weltgeschichte"

Cover-Collage: Buchcover Odd Arne Westad "Der Kalte Krieg", Klett-Cotta Verlag. Links im Bild eine Pershing-Rakete. (Buchcover: Klett-Cotta Verlag / Hintergrundbild: DPA/Egon Steiner)

Mehr als 40 Jahre tobte der Kalte Krieg zwischen den Supermächten USA und der Sowjetunion. Der norwegische Historiker Odd Arne Westad widmet ihm nun eine Weltgeschichte und zeigt, wie damalige Krisenherde und Konflikte, aber auch Stereotypen aller Art sich bis in die Gegenwart ziehen.

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Johannes Willms"Der General"

Cover-Collage: Buchcover Johannes Willms "Der General Charles de Gaulle und sein Jahrhundert", C.H. Beck Verlag. Links im Hintergrund: Menschen am Arc de Triumph zum Ende des 2. Weltkriegs (Buchcover C.H.Beck Verlag / Hintergrundfoto: Imago)

Wer Frankreich in diesen Tagen beobachtet, erlebt eine Nation in Aufruhr. Das Festhalten an alter "Grandeur" - aber auch die deutsch-französische Freundschaft – nichts davon gäbe es ohne Charles de Gaulle. Eine neue Biographie über den "General" wird da zur Erklärhilfe für die Gegenwart.

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Amelia Gentleman"Der 'Windrush'-Verrat"

Demonstranten in London fordern am ersten offiziellen Windrush Tag Gerechtigkeit für die sogenannte Windrush Generation.  (22. Juni 2019) (imago / Wiktor Szymanowic)

Briten jamaikanischer Herkunft verloren plötzlich ihre Rechte, ihre Versicherung, ihre Jobs. Das war kein Versehen, wie die Journalistin Amelia Gentleman darlegt, sondern ein Plan. Ein Signal an alle Migranten, sich in Großbritannien weder zuhause noch sicher zu fühlen.

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Heike Buchter„Ölbeben“

Ein Fracking-Bohrturm in der Abenddämmerung. Fracking-Bohrturm nahe Tunkhannoclk, Pennsylvania, USA (Campus Verlag / dpa/picture alliance/Jim Lo Scalzo)

Während hierzulande über Klimawandel und das Ende des Ölzeitalters diskutiert wird, dreht US-Präsident Trump die Uhr zurück. Für die in New York lebende Journalistin Heike Buchter ist seine Energiepolitik Teil der "America-First"-Doktrin - sie meint: Eine Katastrophe fürs Klima und die Menschen.

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Elisabeth Plessen "Bauten des Bundes 1949-1989"

Dunkle Wolken hängen über dem Paul-Löbe-Haus im Berliner Regierungsviertel. (DOM Publisher / dpa / M.C. Hurek)

Die USA haben ihr Weißes Haus, Großbritannien Big Ben - nur die Bundesrepublik hatte bis 1989 in Sachen Staatsarchitektur wenig zu bieten. Das brachte ihr viel Häme ein. Ein Buch schaut nun genauer hin und beleuchtet neben Mittelmaß auch zukunftweisende Ansätze, die in Vergessenheit geraten sind.

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Kristen R. Ghodsee"Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben"

Sie sehen einige Frauen in Dresden 1974, davor Kinderwagen und viele Kleinkinder. (imago / Ulrich Hässler)

Der Kapitalismus ist frauenfeindlich. Neben vielen anderen schlechten Eigenschaften wird gerade diese aktuell in mehreren Publikationen hervorgehoben. Dass diese fast alle aus den USA kommen, dürfte kein Zufall sein. Denn der US-Präsident taucht darin auf - als frauenfeindlicher Turbo-Kapitalist.

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Andreas Speit„Die Entkultivierung des Bürgertums“

Anhänger der Republikanischen und Demokratischen Partei, die durch Megafone gegensätzliche Meinungen schreien PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xMitchxBluntx 12660105 (imago stock&people)

Menschen beschimpfen, Grenzen überschreiten und die Reaktion darauf als Maulkorb abtun: Solche Verhaltensmuster begegnen einem oft in unserer Gesellschaft. Der Autor und Journalist Andreas Speit beschreibt sie als "Die Entkultivierung des Bürgertums".

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Thomas Wüpper"Betriebsstörung. Das Chaos bei der Bahn"

Das Buchcover "Betriebsstörung. Das Chaos bei der Bahn" vor einem HIntergrundbild: Eine Menschenmenge auf dem Bahnsteig der S-Bahn U4 in München. (Ch. Links Verlag / Hintergrundbild: imago stock&people /  Robin Droemer)

Wer auf die Deutsche Bahn eindrischt, schlägt den Sack und meint den Esel – davon ist Thomas Wüpper überzeugt. Denn für Pleiten und Pannen der Bahn sei die Politik mindestens ebenso verantwortlich. Wüpper zieht Bilanz und listet auf, was man besser machen könnte.

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Tanisha M. Fazal"[Kein] Recht im Krieg?"

Das Archivbild vom 7.12.1941 zeigt den Hafen Pearl Harbor auf der hawaiianischen Insel Oahu nach dem Überraschungsangriff von 360 Flugzeugen der japanischen Luftwaffe. (Verlag Hamburger Edition / dpa/picture-alliance/epa afp National Park Service)

Wie im Kriegsfall mit Zivilisten oder Kriegsgefangenen umzugehen ist, regelt das humanitäre Völkerrecht. Es soll die Kriegsgrauen einzudämmen helfen. Aber allzu oft wird es umgangen. Wo und wie, das hat die US-amerikanische Politologin Tanisha M. Fazal zusammengetragen.

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Platon„Der Staat“

Buchcover /Hintergrund Platon (Buchcover reclam/ Hintergrund Platon / Imago/ Heinz-Dieter Falkenstein)

Ob es die Lehre von Volkssouveränität und Gewaltenteilung ist oder die Forderung, wer Macht habe, müsse gerecht herrschen – all diese politischen Theorien der letzten beiden Jahrtausende stehen auf den Schultern eines Philosophen, der vor 2.400 Jahren seine Ideen auf den Punkt brachte: Platon.

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Ewald Hetrodt "Die Unverfrorenen"

Buchcover "Die Unverfrorenen". Im Hintergrund die Altstadt von Wiesbaden mit Landtag, Marktkirche und Stadtschloss (Cover Verlagshaus Römerweg/ Hintergrund picture alliance  )

Postengeschacher in der Lokalpolitik: Ewald Hetrodt hat als Korrespondent in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ein Netz von Politikern aufgedeckt, die einander sehr gut dotierte Posten zuschanzten. Der gleiche Stoff wie für das Theaterstück „Filzbaden“.

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Dieter Thomä"Warum Demokratien Helden brauchen"

Buchcover "Warum Demokratien Helden brauchen"/  Dieter Thomä im Hintergrund Bücherwande (Buchcover: Ullstein/ Dieter Thomä: Jürgen Bauer)

Die Demokratie kommt ohne Helden aus, so die Auffassung im sogenannten postheroischen Zeitalter. Der Philosoph Dieter Thomä will dieses Denken revidieren: Die Demokratie brauche dringend entschlossene Verteidiger. Sein neues Buch ist ein "Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus".

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Ivan Krastev und Stephen Holmes "Das Licht, das erlosch. Eine Abrechnung"

Buchcover "Das Licht, das erlosch"/ Hintergrund: Eine zerbrochene Glühlampe (Buchcover Ullstein/ Hintergrund picture alliance / dpa / Jens Büttner)

Populismus und illiberale Bestrebungen weltweit - für Stephen Holmes und Ivan Krastev eine Reaktion auf die behauptete Alternativlosigkeit des westlichen Liberalismus nach 1989. "Das Licht, das erlosch" - ein Buch über verlorenes Vertrauen und Selbstüberschätzung.

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Patrick Bauer"Der 4. November 1989 und seine Geschichte"

Kundgebung auf dem Alexanderplatz (Rowohlt Verlag / picture alliance / akg)

Vor 30 Jahren, am 4. November 1989, fand auf dem Ostberliner Alexanderplatz die größte genehmigte Demonstration der DDR-Geschichte statt. Der Journalist Patrick Bauer erinnert in seinem neuen Buch, pünktlich zum Jubiläum, an diese Kundgebung für Demokratie und Meinungsfreiheit.

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Wolfgang Brenner"Das deutsche Datum. Der neunte November"

Sturz des Kaiserreichs: Demonstration junger Arbeiter vor dem Abgeordnetenhaus in Berlin am 9. November 1918. (Herder Verlag / dpa picture-alliance / Ullstein )

Der 9. November taucht in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts so oft auf wie kein anderes Datum: von der Novemberrevolution 1918 über die Pogromnacht 1938 bis zum Mauerfall 1989. Wolfgang Brenner erzählt die Geschichte der verschiedenen Jahrestage und geht der Frage nach, ob sie etwas verbindet.

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Timothy Garton Ash"Ein Jahrhundert wird abgewählt"

Jubelnde Menschen auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor am 10.11.1989. (Hanser Verlag / dpa / picture-alliance / Wolfgang Krumm)

Der Essayband über die Hintergründe der Wende in Mittel- und Osteuropa machte den britischen Historiker 1990 bekannt, nun wird er zum Mauerfall-Jubiläum noch einmal aufgelegt – angereichert mit aktuellen Eindrücken.

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James Bridle"New Dark Age"

Der Multimediakünstler und Bestseller-Autor James Bridle im Mai 2019 auf der TNW (The Next Web) Konferenz in Amsterdam. (imago/ Ana Fernandez)

Keine Angst vor Technologie – so lautet das Credo des KI-Experten James Bridle. Vielmehr müssten wir lernen, anders zu denken, vor allem aber immer wieder und weiter denken, damit Algorithmen und Automatisierung nicht zur Bedrohung werden.

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Pierre Christin"Ost-West"

Jean Claude Mezieres und Pierre Christin vor der Premiere des Films Valerian (2017) (imago stock&people (Stephen Caillet))

Mit der Science-Fiction-Reihe "Valerian und Veronique" hat der französische Comicautor Pierre Christin einen Klassiker geschaffen. Nun hat er eine Autobiographie vorgelegt, die zugleich eine Reise durch die Welt des Kalten Krieges ist. Ein eindrücklicher und kurzweiliger Ritt durch die Zeitgeschichte.

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Marina und Herfried MünklerDie Zeit des kollektiven Aufstiegs ist vorbei

Marina und Herfried Münkler im Gespräch mit Catrin Stövesand auf der Buchmesse im Oktober 2019 (Deutschlandradio/ Jelina Berzkalns)

Bereits mit ihrem Buch "Die neuen Deutschen" haben Marina und Herfried Münkler erfolgreich vorgeführt, dass es sich lohnt, andere Perspektiven einzunehmen und sich von destruktiven Mustern zu trennen. In "Abschied vom Abstieg" formulieren sie Maßnahmen für mehr bürgerliche Teilhabe an Politik.

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Michael Billig „Schwarz. Rot. Müll.“ Die Deals der Müllmafia

Buchcover. Im Hintergrund Gelbe Säcke mit Müll gefüllt (Buchcover Herder/ Hintergrund picture-alliance Patrick Pleul)

Die Deutschen trennen pflichtbewusst ihren Müll. Dabei landet oftmals alles im gleichen Verbrennungsofen. Wenn es richtig schlecht läuft, werden Plastik, Pappe, Hausmüll und Industrieabfälle einfach verscharrt, in illegalen Deponien. Der Journalist Michael Billig hat solche Fälle zusammengetragen.

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Ulrike Herrmann"Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen"

Der vermeintliche "Vater des deutschen Wirtschaftswunders" Ludwig Erhard in einer undatierten Aufnahme mit der obligatorischen Zigarre. (Westend Verlag / picture-alliance / Wachsmann)

Das deutsche Wirtschaftswunder: volle Regale, neue Fabriken und der Siegeszug der Autoindustrie. Und als Symbolfigur der Wirtschaftsminister und spätere Kanzler Ludwig Erhard. Die Journalistin Ulrike Herrmann erklärt nun diese Inszenierung und das Wirtschaftswunder gleichermaßen zur Legende.

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Andreas Förster„Zielobjekt Rechts“

Buchcover/ Hintergrund: Springerstiefel (Buchcover: Ch. Links/ Hintergrund: Imago/ Wölk Rangers )

Die Stasi war auch in Westdeutschland tätig, um Regierung, Parteien und Presse auszuspionieren. Doch auch die bundesdeutschen Rechtsextremen nahm die DDR-Staatssicherheit ins Visier. Und es gab Koalitionen zwischen ostdeutschen Spionen und westdeutschen Rechtsextremen.

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Colin Crouch"Gig Economy"

Plattformökonomie - ein prekäres Arbeitsmodell findet Colin Crouch. (Suhrkamp Verlag / imago/Ikon Images)

Viele Internetplattformen versprechen Dienstleistungen zum günstigen Preis. Dahinter verbergen sich oft prekäre Arbeitsbedingungen. Diese Spielart neoliberaler Wirtschaftsgestaltung ist für den Politikwissenschaftler Colin Crouch ein Symptom für das Ende des Normalarbeitsverhältnisses.

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Frédéric Martel"Sodom. Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan"

(S. Fischer Verlag / dpa/ Boris Roessler)

Kein Sex vor der Ehe, keine Scheidung, Homosexualität ist Sünde, deshalb gibt es auch keine "Ehe für alle" – in der katholischen Kirche. Doch Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander. Der französische Soziologe Frédéric Martel schreibt über ein System der Vertuschung.

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Jens Ivo Engels"Alles nur gekauft?"

Hintergrundbild: Der Konzernchef Friedrich Karl Flick (M) stand am 15.03.1984 als Zeuge vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages in Bonn. Er bestritt mit Nachdruck, dass er oder ein Angehöriger des Flick-Konzerns in die Parteispenden-Affäre verwickelt sei. Vordergrundbild: Buchcover (picture alliance / Roland Witschel / wbg Theiss Verlag)

Die Korruption in Deutschland werde oft schlimmer dargestellt als sie sei. Zu diesem Ergebnis kommt der Historiker Jens Ivo Engels, er forscht an der Technischen Universität Darmstadt. Man dürfe die Verbindungen der Politik zu Wirtschaft und Verbänden weder leugnen noch verteufeln.

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Antony Beevor"Arnheim"

Hintergrundbild: Britischen Truppen in den Straßen von Arnhem, Niederlande, während des Zweiten Weltkriegs (April 1945) Vordergrundbild: Buchcover (AFP / PLANET NEWS)

Mit der Luftlandeoperation "Market Garden" wollten die Alliierten vor 75 Jahren in Richtung Deutsches Reich vorrücken. Doch der ambitionierte Plan endete in der Katastrophe, weil er schlecht war und ausgeführt wurde von Egoisten, kritisiert der britische Historiker Antony Beevor.

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Margit Reiter „Die Ehemaligen“

Margit Reiter - "Die Ehemaligen. Der Nationalsozialismus u. die Anfänge der FPÖ" (Verlag Wallstein / picture alliance / APA / picturedesk.com / Roland Schlager)

In der österreichischen Nachkriegszeit blieben viele überzeugte Nationalsozialisten ihrer Gesinnung treu und fanden eifrige Nachfolger. Margit Reiter zeigt in ihrem Buch zum ersten Mal NS-Kontinuitäten von 1945 bis in die heutige FPÖ auf.

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Heinrich August Winkler"Werte und Mächte"

Das Buchcover "Werte und Mächte". Im Hintergrund das Parlament in London. (Verlag C.H. Beck / AFP/ Max Nash)

Mit seinen dicken Bänden über die Geschichte und Gegenwart des Westens landete Heinrich August Winkler fünf Bestseller. Nun fasst er die Inhalte auf knapp tausend Seiten zusammen. Eine zur Essenz eingedampfte und aktualisierte Darstellung, die vor allem Appetit auf mehr macht.

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Julia Ebner: "Radikalisierungsmaschinen"Hochmoderne Technik für anti-moderne Visionen

Besucher des Kongresses des Chaos Computer Clubs (CCC) spielen mit ihrem digitalem Spiegelbild. (picture alliance / dpa / Axel Heimken)

Das Internet wird immer mehr zum Kampfplatz extremistischer und terroristischer Gruppierungen. Die Österreicherin Julia Ebner – eine risikofreudige Forscherin – hat sich undercover in ein Dutzend solcher Gruppen eingeschleust und deren Strategien erkundet. Resultat: das Buch „Radikalisierungsmaschinen“.

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Claus Leggewie"Populisten und Autokraten"

Cover-Collage: Rechts das Buchcover "Jetzt - Opposition, Protest, Widerstand" von Claus Leggewie. Links im Bild der Politikwissenschaftler Claus Leggewie am 21.04.2016 (Verlag KiWi / dpa/Karlheinz Schindler)

Populisten und Autokraten sind auf dem Vormarsch, findet der Politikwissenschaftler Claus Leggewie. Und kein Land – auch nicht Deutschland – habe eine Lebensversicherung für sein politisches System. Er rät zum Widerstand – und zwar jetzt.

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Norbert F. Pötzl"Der Treuhand-Komplex"

Cover-Collage: rechts das Buchvocer "Der Treuhand-Komplex" von Norbert F. Pötzl. Hintergrundfoto: 01.01.1992, Berlin, Ein Konferenzraum in der Treuhand-Anstalt: Birgit Breuel (Chefin), Bundesfinanzminister Theo Waigel, CSU, als oberster Chef und eine ganze Reihe von Treuhand-Direktoren. (kursbuch-edition / dpa/Paul Glaser )

Selbst 30 Jahre nach dem Mauerfall wird die Treuhand oft als Sündenbock für negative Entwicklungen in den neuen Bundesländern verstanden. Der Journalist Norbert F. Pötzl ist für seine Studie tief in alte Akten eingetaucht – und beleuchtet damalige Fehler, Streitpunkte und räumt mit Vorurteilen auf.

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Philip Mudd"Black Site"

Ein Mann im Gefängnis (imago)

9/11 wurde zum Trauma der USA. Der folgende Feldzug gegen den Terror wurde auch mit schmutzigen Mitteln geführt, mit Geheimgefängnissen und Folter. Eine Schlüsselrolle spielte dabei der US-Geheimdienst CIA. Philip Mudd, der einst selbst für die Behörde arbeitete, hat über die ambivalente Mission nun ein Buch geschrieben.

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Patrice Poutrus"Umkämpftes Asyl"

Artikel 16, "Politisch Verfolgte genießen Asylrecht" (Verlag Ch. Links; picture-alliance / dpa / Jens Kalaene)

Flucht und Asyl sind kein neues Phänomen, sondern prägen die deutsche Nachkriegsgesellschaft seit jeher. Das ist die These, an der sich der Erfurter Historiker Patrice Poutrus abarbeitet. Er sagt: Nicht die Gesetze, sondern die politische Stimmungslage entscheide darüber, wer zu welchem Zeitpunkt aufgenommen wird.

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Mark Terkessidis"Wessen Erinnerung zählt?"

Buchcover "Wessen Erinnerung zählt?" von Mark Terkessidis. Im Hintergrund eine Herero-Familie, entstanden um 1907. (Verlag Hoffmann und Campe; picture alliance/dpa/Foto: akg-images)

Die deutsche Kolonialpolitik ging über Südwestafrika hinaus. Der Journalist und Migrationsforscher Mark Terkessidis erinnert zudem an die frühe Expansion in Richtung Osten. Er will das Gedächtnis an die deutsche Kolonialpolitik auffrischen und fordert global angelegte Erinnerungskonzepte.

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Theodor W. Adorno"Aspekte des neuen Rechtsradikalismus"

Buchcover: Theodor W. Adorno: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus. Ein Vortrag. Suhrkamp Verlag; Hintergrundbild links: Adorno steht in seinem Büro am Schreibtisch. Aufnahme von 1958 (Buchcover: Suhrkamp Verlag / Hintergrundfoto: dpa/Franz Hubmann)

Nicht nur in Deutschland gibt es eine Renaissance rechtsradikaler Bewegungen, sondern in ganz Europa. Das erklärt vielleicht den überraschenden Erfolg von Theodor W. Adornos historischem Vortrag über den Rechtsradikalismus, der erstaunliche Parallelen zu gegenwärtigen Entwicklungen aufweist.

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Lea Haller"Transithandel"

Buchcover: Lea Haller, "Transithandel, Geld- und Warenströme im globalen Kapitalismus", Edition Suhrkamp, Hintergrund Symbolbild: Netzwerk verschiedener Währungen verbunden auf einer Weltkarte (Buchcover: Suhrkamp Verlag / Hintergrundbild: imago/Roy Scott)

Welthandel ist ein über Jahrhunderte ausgearbeitetes Konzept. Das veranschaulicht die Historikerin Lea Haller in ihrem Buch. Der globale Handel ist demnach zwar ein fragiles, aber auch enorm wandlungsfähiges Konstrukt – und keinesfalls unabhängig von politischen Regeln.

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Helmut Zander "Die Anthroposophie"

Buchcover: Helmut Zander: Die Anthroposophie. Rudolf Steiners Ideen zwischen Esoterik, Weleda, Demeter und Waldorfpädagogik /Verlag Ferdinand Schöningh. Porträtaufnahme von Rudolf Steiner (1916) (Buchcover: Schöningh Verlag / Hintergrundbild: dpa/akg)

Vor einhundert Jahren gründete Rudolf Steiner die Waldorf-Schule. Unterrichtet wird bis heute nach den Grundlagen der Athroposophie. Aber was bedeutet Anthroposophie überhaupt? Der Religionshistoriker Helmut Zander hat dazu ein neues Buch vorgelegt.

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William Davies„Nervöse Zeiten“

Buchcover: "Nervöse Zeiten" von William Davies. Hintergrund: Nervenzellen (Buchcover: Piper/ Hintergrund imageBROKER/Simone Brandt )

Wie geht man damit um, dass im politischen Diskurs Emotionen immer öfter Fakten schlagen? Indem man Emotionen als Teil menschlicher Wesenszüge ernstnimmt und einander zuhört, meint William Davies. Man müsse Ängsten eine Stimme geben, damit diese nicht in noch destruktivere Bahnen gerieten.

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Steffen Mau"Lütten Klein"

Cover des Sachbuchs "Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft" vor dem Bild des Außengeländes eines Kindergartens in der DDR (Buchcover: Suhrkamp/ Hintergrund: Imago/Frank Sorge)

Eine persönliche Sozialgeschichte Ostdeutschlands: Das ist das Buch des Soziologen Steffen Mau. Lütten Klein ist ein Plattenbau-Viertel von Rostock, hier wuchs der Autor auf. Und anhand dieses Ortes und seiner Erfahrungen schildert er die ostdeutsche Transformationsgesellschaft.

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Mareike Nieberding„Verwende Deine Jugend. Ein politischer Aufruf“

(Buchcover: Tropenverlag/ Hintergrund Protestierende Schüler: Imago)

Politik und Jugend: die Königskinder, die einander nicht finden. Und das liege nicht nur an der Jugend, denn die sei nicht politikverdrossen, schreibt Mareike Nieberding. Die Journalistin zeigt auf, wie sich jede, jeder Einzelne politisch engagieren kann, ohne dass es ein Vollzeit-Job werden muss.

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Reinhold Vetter"Der Preis des Wandels"

Tausende Menschen schwenken die polnische Falgge und feiern bei einer Kundgebung in Warschau den Jahrestag der polnischen Unabhängigkeit  am 11.11.2018 (Buchcover: Herder Verlag / Hintergrundfoto: dpa/Alexey Vitvitsky)

Im Jahr 1989 vollzog sich ein Systemwechsel, für den es keine Blaupause gab. Doch 30 Jahre nach der Überwindung der kommunistischen Regime und 15 Jahre nach der großen EU-Osterweiterung scheint der Traum von Freiheit und Aufbruch ausgeträumt. Grund genug, Bilanz zu ziehen.

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Claudia Weber"Der Pakt"

Cover-Collage: Buchcover Claudia Weber "Der Pakt", C.H.Beck Verlag Hintergrundbild: Am 23. August 1939 unterzeichneten der Außenminister des Deutschen Reiches, Joachim von Ribbentrop (l) und der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw Molotow (vorn) in Moskau den deutsch-russischen Nichtangriffspakt. Hinten neben Ribbentrop Josef Stalin, ganz rechts Friedrich Gaus, daneben U. Pavlov. (Buchcover: C.H.Beck Verlag / Hintergrundfoto: dpa)

Am 23. August 1939 besiegelten die Sowjetunion und das Deutsche Reich einen Nichtangriffspakt, den sogenannten Hitler-Stalin-Pakt. Ein geheimes Zusatzprotokoll regelte die Aufteilung Polens. Für die Historikerin Claudia Weber ist der Pakt einer der wichtigsten Verträge des 20. Jahrhunderts.

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Paul Mason"Klare lichte Zukunft"

Cover-Collage: Buchcover Paul Mason "Klare, lichte Zukunft. Eine radikale Verteidigung des Humanismus", Suhrkamp Verlag. Hintergrund links: Der britische Autor Paul Mason steht bei einem Auftritt  an einem Rednerpult im Oktober 2018 in Athen. (Buchcover: Suhrkamp Verlag; Hintergrundfoto: imago/Aristidis Vafeiadakis)

Der britische Journalist Paul Mason plädiert in seinem neuen Buch für eine "radikale Verteidigung des Humanismus" und macht Mut, mit dem emanzipatorischen Projekt der Moderne weiterzumachen.

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