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Angriff auf Moscheen49 Tote in Christchurch

Polizisten sichern nach den Angriffen auf Moscheen in Neuseeland einen der Tatorte in Christchurch. (AP/Mark Baker)
Polizisten sichern nach den Angriffen auf Moscheen in Neuseeland einen der Tatorte in Christchurch. (AP/Mark Baker)

Bei Angriffen auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch hat es 49 Tote gegeben, mehr als 40 wurden verletzt. Ministerpräsidentin Ardern sprach von Terrorakten. Vier Verdächtige wurden festgenommen. Der türkische Präsident Erdogan wertete die Attentate als "Beispiel für zunehmende Islam-Phobie".

Nach Augenzeugenberichten schoss ein Mann zunächst in einer Moschee in der Innenstadt um sich, wo sich hunderte Muslime zum Freitagsgebet versammelt hatten. Später fielen auch noch in einer anderen Moschee Schüsse. Laut unserem Korrespondenten versuchten hunderte Menschen, sich in Sicherheit zu bringen (Audio-Link). Die Innenstadt Christchurchs wurde abgeriegelt, die Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen.

Drei Männer und eine Frau festgenommen

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden inzwischen vier Verdächtige festgenommen - drei Männer und eine Frau. Ein 20-Jähriger wurde bereits wegen Mordes angeklagt. Er soll morgen einem Haftrichter vorgeführt werden. Unter den Festgenommenen ist nach Angaben des australischen Ministerpräsidenten Morrison ein als rechtsextrem bekannter Australier. An Fahrzeugen der Angreifer wurden Sprengsätze gefunden, die Experten der Armee entschärften.

Premierministerin Ardern sprach von einem der dunkelsten Tage für ihr Land. Neuseeland sei angegriffen worden, weil es für Vielfalt stehe. Der Anschlag sei gut vorbereitet gewesen. Die mutmaßlichen Angreifer seien nicht auf Terror-Listen geführt worden.

Maas verurteilt "brutales Verbrechen"

Bundesaußenminister Maas verurteilte die Attentate als "brutales Verbrechen" und sprach den Familien und Freunden der Opfer auf Twitter sein Mitgefühl aus. Der türkische Präsident Erdogan erklärte: "Ich verfluche diejenigen, die den Terroranschlag begangen haben." Er habe sich gegen betende Gläubige gerichtet und zeige "wachsenden Rassismus und Islam-Phobie".

Im Internet tauchte Videomaterial auf, das den Angriff auf eine der Moscheen zeigen soll, gefilmt und live gestreamt vom Schützen selbst. Außerdem kursiert im Internet ein rassistisches Manifest, das von dem oder den Tätern stammen soll.