USA
Anhörung im Kongress zu Antisemitismus an Universitäten

Im US-Kongress haben sich die Führungen dreier Elite-Universitäten Fragen von Abgeordneten wegen antisemitischer Vorfälle an ihren Hochschulen stellen müssen.

06.12.2023
    Die schwarze Gay im grauen Jackett und mit dunkelblauer Brille sagte etwas in ein Mikrofon und gestikuliert mit der rechten Hand. Hinter ihr unscharf Magill.
    Harvard-Präsidentin Claudine Gay (l.) während der Anhörung. Dahinter Liz Magill, Präsidentin der University of Pennsylvania. (Mark Schiefelbein / AP / dpa)
    Der von den oppositionellen Republikanern geleitete Bildungsausschuss hatte die Präsidentinnen von Harvard, der University of Pennsylvania und dem Massachusetts-Institut für Technologie vorgeladen. Alle drei räumten antisemitische und islamophobe Vorfälle an ihren Hochschulen seit dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober ein. Sie verteidigten sich zugleich gegen Vorwürfe, nicht genug dagegen vorgegangen zu sein. Harvard-Präsidentin Claudine Gay sagte, man sei der freien Meinungsäußerung verpflichtet. Das gelte auch bei Ansichten, die anstößig, beleidigend und hasserfüllt seien. Entscheidend sei, wann derartige Äußerungen in ein Verhalten übergingen, das gegen die Richtlinien verstoße.
    Das US-Bildungsministerium hatte wegen der Vorfälle Ermittlungen unter anderem gegen Harvard eingeleitet.
    Diese Nachricht wurde am 06.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.