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StartseiteInformationen am MorgenTote und Verletzte bei Zugunglück13.12.2018

AnkaraTote und Verletzte bei Zugunglück

Bei einem Zugunglück in Ankara sind nach Behördenangaben mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Über 40 wurden demnach verletzt. Ersten Berichten zufolge kollidierte ein Hochgeschwindigkeitszug mit einer Lok. Waggons entgleisten und prallten auf den Pfeiler einer Fußgängerüberführung.

Von Karin Senz

Zugunglück in Ankara (imago /  Dogukan Keskinkilic / Anadolu Agency)
Nach ersten Informationen fuhr ein Hochgeschwindigkeitszug in eine Lok einer Wartungsbahn, die die Schienen kontrollierte (imago / Dogukan Keskinkilic / Anadolu Agency)

Es war gegen halb sieben Uhr morgens Ortszeit und noch dunkel, als es nahe der Haltestelle Marsandiz in der türkischen Hauptstadt Ankara zu dem Unglück kam. Nach ersten Informationen fuhr ein Hochgeschwindigkeitszug in eine Lok einer Wartungsbahn, die die Schienen kontrollierte.

Waggons entgleisten und prallten auf den Pfeiler einer Fußgängerüberführung. Diese brach teilweise zusammen, Teile stürzten auf Waggons. Feuerwehr und Katastrophenschutz suchen in den Trümmern nach weiteren Überlebenden. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Es ist nicht klar, warum die beiden Züge auf derselben Strecke unterwegs waren.

Zug war nicht mit voller Geschwindigkeit unterwegs

Der Hochgeschwindigkeitszug war von Ankara nach Konya unterwegs, das südlich liegt. Allerdings befand er sich in der Stadt und damit noch nicht in voller Fahrt, er war angeblich etwa 80 Stundenkilometer schnell. Die maximale Geschwindigkeit liegt bei etwa 250 Stundenkilometern. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Ankara - Konya war 2010 eröffnet worden.

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