Die Nachrichten
Die Nachrichten

AnkerzentrenGewerkschaft der Polizei lehnt Bewachung ab

In der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Ellwangen gehen maskierte Polizisten. (picture alliance / dpa / Stefan Puchner)
Polizeieinsatz im Flüchtlingsheim in Ellwangen (picture alliance / dpa / Stefan Puchner)

Nach den Vorkommnissen in Ellwangen ist eine Diskussion über die von der Großen Koalition geplanten Ankerzentren für Flüchtlinge entstanden.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Malchow, machte erneut deutlich, dass er eine Bewachung durch die Bundespolizei ablehne. Polizisten seien kein Wachpersonal, sagte er im Bayerischen Rundfunk. Zudem müssten die Flüchtlinge in diesen Zentren beschäftigt werden. Eine bloße Verwahrung führe zu Aggressivität. Ähnlich hatte sich die Grünen-Politikerin Mihalic geäußert. Dem widersprach der parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Mayer. Er sagte im Deutschlandfunk, es sei durchaus möglich, viele junge Männer spannungsfrei unterzubringen. Die Ankerzentren sollen Flüchtlinge aufnehmen. Außerdem sollen dort Asylverfahren stattfinden. Im Falle einer Ablehnung sollen die Menschen direkt aus den Zentren abgeschoben werden.

In Ellwangen hatten Flüchtlinge am Montag gewaltsam die Abschiebung eines Togoers verhindert. Gestern wurde der Mann bei einem Großeinsatz in Gewahrsam genommen.

Diese Nachricht wurde am 04.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.