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StartseiteKultur heuteTanz als Ausstellung und "gedehnte Choreographie"29.10.2019

Anne Teresa De Keersmaeker im K 20Tanz als Ausstellung und "gedehnte Choreographie"

"Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich“ gilt als Schlüsselwerk von Anne Teresa De Keersmaeker. Nun zeigt sie ihre Choreographie im Museum K20 in Düsseldorf in neuer Form - nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich in vier Teile zerlegt, wie die Kuratorin Isabelle Malz im Dlf erläuterte.

Isabelle Malz im Gespräch mit Stefan Koldehoff

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Zwei Tänzerinnen in weißen Kleidern zeigen in der Kunstsammlung Düsseldorf das Tanzstück "Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich" von Anne Teresa De Keersmaeker (Fase K20 © Anne Van Aerschot)
Im Rahmen des Kooperationsprojektes "Konstellationen" ist "Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich" auch am 09.11. im tanzhaus nrw zu sehen (Fase K20 © Anne Van Aerschot)
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Im Jahr 1982 entwickelte die belgischen Tänzerin und Choreographin Anne Teresa De Keersmaeker ihre bekannte Choreographie "Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich". Die Arbeit machte sie berühmt, und jahrelang tanzte sie es selbst. Nun hat sie eine neue Fassung erarbeitet, die im Rahmen der Reihe "Konstellationen" / "100 Jahre bauhaus im westen" zunächst im Düsseldorfer Museum K20 zu sehen sein wird; dann auch im tanzhaus nrw.

"Neu ist, dass das ursprünglich als Bühnenstück konzipierte Stück zeitlich und räumlich in vier Teile zerlegt worden ist", sagte Isabelle Malz, Kuratorin bei der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Ab 12 Uhr werde immer zur vollen Stunde einer der vier Teile - drei Duette und ein Solo - aufgeführt. 

Reduktion auf ein Minimum

Getanzt werde auf je einer von vier Plattformen in der ansonsten völlig leeren Grabbe Halle des Museums. Auf Kunst an den Wänden sei bewusst verzichtet worden. "Es gibt nur eine Projektion, die das Stück ankündigt. Auf die Stirnwand wird projeziert, der Titel des nächsten Stückes, das getanzt wird", so Malz. 

Anne Teresa De Keersmaeker sei es darum gegangen, alles auf ein Minimum zu reduzieren, um daraus ein Maximum an Komplexität zu generieren, erläuterte die Kuratorin. Das gesamte Stück werde zwölf Tage laufen und eine Art gedehnte Choreographie, ein Kontinuum, sein. Im Ganzen mache es das grundlegende Prinzip von allen Kompositionen von Anne Teresa De Keersmaeker noch einmal deutlich.

Der Eintritt für die Tanzperformance ist frei. Zum Abschluss, so heißt es, will Anne Teresa De Keersmaeker nach Düsseldorf kommen und selbst noch einmal tanzen.

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