Samstag, 24. September 2022

Corona
Ansteckungsgefahr bei Blasmusikern geringer als bei Chören

Corona-Viren werden beim Spielen von Blasinstrumenten weniger verbreitet als beim Chorgesang. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern ist die Ansteckungsgefahr bei Blasmusik deutlich geringer als beim Sprechen oder Singen.

23.09.2022

    Ein Musiker spielt auf einem Saxophon.
    Wer Blasinstrumente spielt, stößt weniger Aerosole aus als Sänger. (picture alliance/dpa - Hauke-Christian Dittrich)
    Dafür hat ein Forschungsteam des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation und der Universitätsmedizin Göttingen gemessen, wie viele Aerosole bei der jeweiligen Tätigkeit ausgestoßen werden. Laut der Studie gelangen beim Singen 500-mal mehr Partikel in die Luft als beim ruhigen Atmen, beim Spielen von Blasinstrumenten dagegen nur fünf bis 50-mal mehr Partikel.

    Unterschiede bei Blasinstrumenten

    Nach Angaben der Wissenschaftler gibt es Unterschiede bei den Instrumenten. Wer Flöten spielt, stößt vergleichsweise wenig Aerosole aus, dagegen ist das Ansteckungsrisiko bei Posaunen fast so hoch wie beim Singen. Laut der Studie verringern eingebaute Partikelfilter den Ausstoß von Aerosolen beim Spiel von Blasinstrumenten.
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.