Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

AntarktisEisschmelze könnte Meeresspiegel stärker anheben als erwartet

Das Forschungsschiff Polarstern in der Pine Island Bucht in der Westantarktis, aufgenommen am 19.02.2017. In der Westantarktis ist erneut ein Eisberg abgebrochen. «B44» haben Wissenschaftler ihn getauft. (dpa-Bildfunk / Thomas Ronge / Alfred-Wegener-Institut)
Forschungsschiff Polarstern in der Antarktis (Archivbild) (dpa-Bildfunk / Thomas Ronge / Alfred-Wegener-Institut)

Die Eisschmelze in der Antarktis könnte schon in diesem Jahrhundert stärker zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen als bisher erwartet.

Ein internationales Forschungsteam hat für seine Studie die Ergebnisse von verschiedenen Klima-Simulationsmodellen verglichen. Bei unvermindertem Ausstoß von Treibhausgasen steige der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 mit hoher Wahrscheinlichkeit sechs bis 58 Zentimeter. Mit weniger Treibhausgasen steuere man noch auf vier bis 37 Zentimeter zu. Komme neben der Antarktis noch Wasser von Gebirgsgletschern oder aus Grönland hinzu, könnte der Meeresspiegel dem Forschungsteam zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts sogar um 150 Zentimeter steigen. Zum Vergleich: In den vergangenen 100 Jahren ist der Meeresspiegel um 19 Zentimeter gestiegen.

Mehrere Medien berichten mit Verweis auf einen brasilianischen Wissenschaftler von einem möglichen neuen Temperaturrekord in der Antarktis. Auf "Seymour Island" wurde demnach eine Temperatur von 20,75 Grad Celcius gemessen. Auf dem Festland der Antarktis gilt 18,3 Grad Celcius als bisher höchste Temperatur.