Die Nachrichten

Deutschlandfunk24 Die Nachrichten

Die Nachrichten

AntisemitismusChelsea-Fans können Stadionverbot mit Bildung verkürzen

Klubemblem des englischen Fußballklubs FC Chelsea London vor dem Stadion an der Stamford Bridge (picture alliance / dpa / Thomas Eisenhuth)
Fußball: Das Klubemblem von Chelsea London (picture alliance / dpa / Thomas Eisenhuth)

Fans des englischen Fußballclubs FC Chelsea, die wegen rassistischer oder antisemitischer Äußerungen mit einer Stadionsperre belegt wurden, können in Zukunft an einem Bildungsprogramm des Clubs teilnehmen.

Im Rahmen der Initiative "Say No To Antisemitism" sind auch Besuche des früheren deutschen Konzentrationslagers Auschwitz für Chelsea-Fans und Mitarbeiter des Vereins geplant. Ein Sprecher des FC Chelsea sagte, der Fokus liege auf der Aufklärung. Mit einer Teilnahme könnten Fans auch ihre Stadionsperre reduzieren. Als Teil der Initiative gegen Antisemitismus, die der Club bereits im Januar lanciert hatte, wurde am ein Film gezeigt, der über die Auswirkungen antisemitischen und rassistischen Verhaltens auf jüdische Fans und auf die gesamte Fußballgemeinde aufklären soll. "Wenn man die Leute nur aus dem Stadion verbannt, wird man ihr Verhalten niemals ändern", sagte der Chelseas Vorsitzende Bruce Buck nach der Filmvorführung. "Diese Strategie gibt ihnen die Möglichkeit, zu begreifen, was sie getan haben und sich besser benehmen zu wollen." In der Vergangenheit waren einige Chelsea-Anhänger wiederholt durch antisemitisches Verhalten aufgefallen.