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AntisemitismusDeutliche Zunahme von Vorfällen in Berlin

Mehrere Teilnehmer der Solidaritätskundgebung «Berlin trägt Kippa» der Jüdischen Gemeinde zu Berlin tragen eine Kippa. Anlass ist der Angriff auf einen Mann mit Kippa in Prenzlauer Berg.  (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
Judenfeindlichkeit hat in Berlin stark zugenommen (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)

Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Berlin ist im vergangenen Jahr um 14 Prozent gestiegen.

Insgesamt wurden 1.083 Vorfälle in der Hauptstadt erfasst, 132 mehr als im Vorjahr, teilte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin bei der Vorstellung ihres Jahresberichts mit. Häufiger als in den Jahren davor habe Judenfeindlichkeit dabei verrohte Formen angenommen. Die Bereitschaft, Gewalt gegen erkennbare Juden oder Kritiker antisemitischer Äußerungen auszuüben, sei stark gestiegen.

Mit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin gibt es seit 2015 eine offizielle Meldestelle in Deutschland. Eine bayerische Initiative nahm Anfang des Monats ihre Arbeit auf. Weitere Bundesländer wollen nachziehen. Der Bundesbeauftragte gegen Antisemitismus, Klein, hatte dafür geworben, Meldestellen auch in den Ländern einzurichten, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten.