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ArbeitBofinger plädiert für höheren Mindestlohn

Peter Bofinger, Ökonom und Professor für Volkswirtschaftslehre und Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Wirtschaftsweiser). (imago / IPON)
Peter Bofinger, Ökonom und Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. (imago / IPON)

Der Ökonom Bofinger hat sich für einen höheren Mindestlohn ausgesprochen.

In Deutschland gebe es einen deutlichen Spielraum, um den Mindestlohn stärker zu erhöhen als bisher, sagte er im Deutschlandfunk. Die bisherigen Anhebungen hätten die gleiche Größenordnung wie die Inflationsrate. Dies sei deutlich zu wenig. Bofinger machte deutlich, dass ein höherer Mindestlohn den privaten Verbrauch ankurbeln könnte. Bisher wachse dieser weniger als die Wirtschaft insgesamt.

Aktuell beträgt die gesetzliche Lohnuntergrenze 8,84 Euro pro Stunde. Sie steigt bis 2020 in zwei Schritten auf 9,35 Euro. Zuletzt hatte Bundesfinanzminister Scholz eine Anhebung auf zwölf Euro ins Spiel gebracht.

Bofinger, der auch Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung ist, forderte außerdem mehr Investitionen. Für die meisten Beobachter sei nicht verständlich, warum Deutschland seine finanziellen Möglichkeiten für Investitionen - wie beispielsweise in die Bildung - nicht nutze und sich an die schwarze Null klammere.