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StartseiteEssay und DiskursZwischen Himmel und Erde16.12.2018, 09:30 Uhr

Architektur und StadtentwicklungZwischen Himmel und Erde

Die Debatte um Hochhäuser, Megahäuser oder High Rises

Die weltweite Entwicklung der Urbanität führt zu der alten Erkenntnis: Unsere Städte werden dichter und damit zwangsläufig auch höher bebaut. Die Debatte um Hoch- und Megahäuser, die neudeutsch auch als High Rises bezeichnet werden, wird seit Babylon geführt. Der Mensch will hoch hinaus und in einem "metaphysischen Transitraum" dem Himmel nahe sein.

Von Dirk Meyhöfer

Die Skyline von Schanghai am Huangpu Fluss - gesehen vom Shanghai Tower.  (imago / ZUMA Press)
Die Skyline von Schanghai mit dem Shanghai World Financial Center - gesehen vom Shanghai Tower (imago / ZUMA Press)
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Sind Hochhäuser in Zeiten von Globalität und Klimawandel unverzichtbar? Die Argumente der Debatte wechseln von rational nach emotional, ihr Austausch wirkt zwangsneurotisch. Ganz abgesehen von der rein baulichen Zwangslage durch die Grundstückspreise in den Großstädten wird ein Hochhaus auch heute noch als Symbol für Macht, Sex und Besitz verstanden. Natürlich macht es auch Sinn, höher zu bauen und weniger Fläche zu verbrauchen. Auch konstruktiv sind Hochhäuser inzwischen ziemlich sicher, allerdings stellen Katastrophen wie bei 9/11 oder beim Grenfell Tower in London immer wieder die Sicherheitsgarantie-Frage.

Dirk Meyhöfer ist Architekturkritiker, Publizist und Ausstellungsmacher. Bis 1987 war er Redakteur der Zeitschrift "Architektur und Wohnen". Er gibt das Architekturjahrbuch "Hamburg" heraus und hält seit 2000 Lehraufträge über das Verhältnis von Schreiben und Baukunst.

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