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ARDAuslandskorrespondenten gegen mögliche "Weltspiegel"-Verschiebung

ARD-Logo (ARD)
Die ARD will das Aus der "Lindenstraße" für eine Programmreform nutzen. (ARD)

In der ARD regt sich Widerstand gegen eine mögliche Verlegung des "Weltspiegels" auf einen früheren Sendeplatz.

In einem Schreiben sprechen rund 100 Auslandskorrespondenten von einer "falschen Entscheidung". Die Erlärung wird auch von anderen bekannten Journalisten unterstützt wie etwa NDR-Chefredakteur Andreas Cichowicz, ZDF-Anchorman Claus Kleber und ARD-Hauptstadtstudioleiterin Tina Hassel. Das berichtet das Handelsblatt.

"Anstatt die Informationsprogramme 'Bericht aus Berlin' und 'Weltspiegel' zu stärken, indem man sie zum Beispiel verlängert oder ihnen einen guten Vorlauf verschafft, werden sie in den vorliegenden Planungen zeitlich nach vorne verlegt und damit marginalisiert", heißt es in dem Brief. Beim "Weltspiegel", der einzigen Auslandssendung im Ersten, gehe ein "jahrzehntelang gelernter Sendeplatz" verloren, beim "Bericht aus Berlin" werde die Chance auf Vertiefung durch zehn Minuten mehr vertan.

Der ARD-Vorsitzende und BR-Intendant Ulrich Wilhelm stellte klar, dass noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden seien. Die Runde der ARD-Intendantinnen und Intendanten werde sich bei ihrer Tagung kommende Woche damit befassen.

Hintergrund ist das Aus der Vorabendserie "Lindenstraße". Dadurch muss das Programm ab April 2020 am Sonntag neu geordnet werden. Eine Überlegung sieht vor, den "Weltspiegel" nach vorne zu verlegen und direkt vor der "Tagesschau" stattdessen Sport zu zeigen.