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StartseiteInterview"Gigantische und absurde Verschwörungstheorien"18.06.2016

ARD-Dopingexperte Seppelt"Gigantische und absurde Verschwörungstheorien"

Der ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt hat russische Vorwürfe zurückgewiesen, dass seine Recherchen unsauber seien. Der Welt-Leichtathletikverband habe alle Dokumente zum systematischen Doping geprüft, sagte Seppelt im Deutschlandfunk. Die russischen Verschwörungstheorien seien absurd.

Hajo Seppelt im Gespräch mit Bettina Klein

Der ARD-Journalist und Doping-Experte Hajo Seppelt. (picture alliance/dpa - Jens Wolf)
Hajo Seppelt: Putin ist derjenige, der mäßigt in der Doping-Debatte. (picture alliance/dpa - Jens Wolf)
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Die ARD habe auch anders als von Moskau behauptet keinen guten Kontakt zum Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Davon könne keine Rede sein. Seppelt betonte: "Von einem Einfluss der ARD auf das Internationale Olympische Komitee zu sprechen, das ist ein weiterer Teil der gigantischen - und aus meiner Sicht leider auch absurden - Verschwörungstheorien." 

Seppelt kündigte zudem an: "Wir sind auf der Eskalationsstufe noch nicht ganz oben angelangt." In den kommenden vier Wochen werde es weitere Ermittlungen geben: "Es gibt den massiven Verdacht, dass in Sotschi bei den Olympischen Spielen 2014 im dortigen Kontroll-Labor Athleten aus Russland bevorzugt behandelt worden sind, indem ihre positiven Doping-Tests verschleiert worden sind." Dabei soll der Geheimdienst geholfen haben. Sollte sich das erhärten, dann sei es möglich, dass das russische Komitee für nicht mehr regelkonform erklärt und ganz Russland von den Olympischen Spielen ausgeschlossen würde.

Mit Blick auf seine Auseinandersetzung mit einem russischen TV-Sender sagte Seppelt, er nehme sich das Recht heraus, Interviews abzulehnen. Vor einer Woche hatte ihn ein Team des Senders Rossija besucht. Dabei habe sich herausgestellt, dass es nicht um ein Interview gegangen sei, "sondern um eine rein propagandistische Aktion". So sei er gefragt worden, ob er ein bezahler Agent sei. "Das war mir dann ein bisschen zu bunt." Gestern sei er der Journalistin wieder begegnet und habe kein Interesse daran gehabt, erneut mit ihr zu reden. 

Das vollständige Gespräch können Sie sechs Monate lang nachhören.

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