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StartseiteMusik-PanoramaFantasia und Fantasien09.11.2020

Arp-Schnitger-Festival beim Musikfest BremenFantasia und Fantasien

Fantastisches aus der Tastenwelt des 17. Jahrhunderts: Edoardo Bellotti spielt Notiertes und Improvisiertes auf der historischen Orgel im "Bauerndom" von Lüdingworth

Am Mikrofon: Bernd Heyder

Das historische Instrument ist von grün-, rot-, goldfarbenem Holz umgeben, links und rechts befindet sich jeweils eine Empore, auf deren Aussenseiten gibt es Heiligenabbildungen  (dpa)
Die Wilde-Schnittger-Orgel der Kirche St. Jacobi in Lüdingworth bei Cuxhaven gilt als die älteste Renaissance-Orgel in Deutschland (dpa)

Ohne Fantasie keine Musik! Um 1600 wird die "Fantasia" sogar zum kompositorischen Genre. "Hier wählt der Musiker ein Thema zu seinem Vergnügen aus und dreht und wendet es nach Belieben", erläutert damals der Komponist Thomas Morley.

Was man bislang frei improvisiert hat, wird jetzt notiert – und beim Spielen doch spontan noch weiter ausgestaltet.

Edoardo Bellotti, Professor für historische Orgel und Orgelimprovisation in Bremen, wandelte beim Arp-Schnitger-Festival 2018 virtuos auf den Spuren der alten Meister. Im "Bauerndom" von Cuxhaven-Lüdingworth stellte er sich eine bunte Auswahl frühbarocker Tasten-Fantasien auf das Notenpult der Wilde/Schnitger-Orgel.

Die Hälfte der 35 Register stammt noch von 1598. Da sind der Fantasie des Interpreten auch in der Wahl der Klangfarben keine Grenzen gesetzt.

Orgelwerke des 17. Jahrhunderts von Heinrich Scheidemann, Nicolaus Hasse, Girolamo Frescobaldi, Johann Steffens u. a.
Edoardo Bellotti, Orgel
Aufnahme vom 1.9.2018 aus der Kirche St. Jacobi in Cuxhaven-Lüdingworth

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