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Artenschutz-KonferenzUmweltschützer halten "Erklärung von Kunming" für zu vage

Kunming: Ein Videoclip mit Elefanten wird während der Eröffnungszeremonie der UN-Weltnaturschutzkonferenz (COP 15) in der südwestchinesischen Provinz Yunnan gezeigt. (XinHua/ Li Xin)
Weltnaturschutzkonferenz in China: Von Umweltschützern kommt Kritik. (XinHua/ Li Xin)

Umweltverbände haben die "Erklärung von Kunming" zum weltweiten Artenschutz als zu vage kritisiert.

Zwar habe das Papier den nur langsam vorankommenden UNO-Verhandlungen einen wichtigen Impuls verleihen können, hieß es bei Greenpeace. In den meisten strittigen Fragen gebe es jedoch nicht genügend Fortschritte. Ähnliche Kritik kam vom World Wide Fund For Nature. Die Deklaration schlage den richtigen Ton für die nächsten Verhandlungsrunden an, betonte ein Vertreter. Wichtig sei aber anzuerkennen, dass man eine breite Palette von Maßnahmen brauche, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen.

Die Erklärung war gestern von den knapp 200 teilnehmenden Staaten verabschiedet worden. Darin wird dazu aufgerufen, die Bedeutung der biologischen Vielfalt für die menschliche Gesundheit anzuerkennen und die Artenschutzgesetze zu verschärfen.

Die Welt-Biodiversitätskonferenz im chinesischen Kunming hatte Anfang der Woche begonnen. Im Frühjahr soll ein globales Artenschutzabkommen ähnlich dem Pariser Klimaabkommen vereinbart werden.

Diese Nachricht wurde am 14.10.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.