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Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis für Bart Moeyaert"Hochliterarisches Werk für jedes Alter"

Der wichtigste Preis für Kinderbücher geht 2019 an den belgischen Autor Bart Moeyaert - zurecht, findet die Autorin und Literaturkritikerin Ute Wegmann. Sein Werk sei so dicht an den Sorgen, Ängsten und Wünschen von Kindern aller Altersklassen wie kaum ein anderes, sagte sie im Dlf.

Ute Wegmann im Gespräch mit Anna Kohn | 02.04.2019

Der belgische Autor Bart Moeyaert schreibt Romane, Gedichte, Theaterstücke, Kurzgeschichten - nicht nur für Kinder, sondern für die ganze Familie. Er veröffentlichte etwa 50 Bücher, die in über 20 Sprachen übersetzt wurden, darunter "Es ist die Liebe, die wir nicht begreifen", "Hinter der Milchstraße" oder die autobiografische Arbeit "Brüder". Für sein vielfältiges Werk wurde ihm jetzt der mit umgerechnet etwa 500 000 Euro dotierte Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis verliehen.
Autorin und Literaturkritikerin Ute Wegmann lobte im Dlf Moeyaerts musikalische Sprache und seine filmische Erzähltechnik. Er kreiere "ungeheure Bilder", konzentriere sich auf das Wesentliche und schaffe so Texte von hoher Poesie und Eindringlichkeit. Außerdem sei Bart Moeyaert auch eine Art Botschafter für das Kinderbuch: Als Kurator des Gastlandauftritts der flämisch-sprachigen Literatur auf der Frankfurter Buchmesse hatte er 2016 dafür gesorgt, dass die Kinderbuchautoren dort auf Augenhöhe mit allen anderen Schriftstellern gewürdigt wurden.