Sonntag, 16. Januar 2022

CoronavirusAuch Bremen und Brandenburg wollen aus Luca-App aussteigen

Weitere Bundesländer wollen die Luca-App zur Rückverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie nicht mehr nutzen.

15.01.2022

Ein Besucher eines Clubs hat mit der Luca-App auf seinem Smartphone einen QR-Code gescannt, um in einem Club einzuchecken
Ein Besucher eines Clubs hat mit der Luca-App auf seinem Smartphone einen QR-Code gescannt, um in einem Club einzuchecken (picture alliance/dpa)
Auch Bremen und Brandenburg planen, den Vertrag auslaufenlassen. Die Luca-App habe keinen großen Mehrwert gebracht, sagte Bremens Gesundheitssenatorin Bernhard. Es seien nur wenige Abfragen vorgenommen worden, sodass sich das System nicht bewährt habe, führte die Linken-Politikerin aus. Ihre Brandenburger Kollegin Nonnenmacher von den Grünen verwies zur Erklärung auch auf Datenschutzprobleme. Mehrere Länder erwägen einen Ausstieg aus der App. In Schleswig-Holstein ist die Entscheidung bereits gefallen.
Einer der Investoren, der Musiker Michael Schmidt, hatte die Kritik jüngst zurückgewiesen. Die Luca-App helfe tagtäglich effektiv mit, Infektionsketten zu unterbrechen, sagte er der Zeitung "Bild". Schmidt, der unter dem Künstlernamen "Smudo" Mitglied der Gruppe "Die Fantastischen Vier" ist, hatte die Luca-App mitentwickelt, um seiner Band und anderen in der Pandemie wieder Auftritte zu ermöglichen.

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Diese Nachricht wurde am 15.01.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.