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StartseiteSternzeitKinder des Weltalls25.02.2021

Aus Sternenstaub geborenKinder des Weltalls

Die Astronomie gilt als eine der ältesten Wissenschaften, wenn nicht die älteste überhaupt. Und als eine, die die Faszination der Menschen und ihre Phantasie mehr als andere anzuregen vermag.

Von Hermann-Michael Hahn

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Die Michstraße am Sternenhimmel (European Southern Observatory)
Ein Blick auf den dunklen Sternhimmel weckt bei vielen Betrachtern existenzielle Fragen (European Southern Observatory)

Wer schon einmal den – bei uns leider immer seltener gewordenen – Blick auf einen wirklich dunklen Nachthimmel längere Zeit auf sich hat wirken lassen können, dem werden Fragen nach dem eigenen Woher, dem eigenen Ort und der eigenen Rolle in dieser Welt gekommen sein.

"Wir tragen den Himmel in uns"

Fragen, die uns vermutlich von den meisten anderen Lebensformen auf diesem Planeten unterscheiden, die unsere Selbstsicht als "Krone der Schöpfung" geprägt und auf die früher Religionen mehr oder weniger überzeugende Antworten gegeben haben.

Heute sind es die Astronomen, die eine überraschende Antwort darauf geben: "Wir tragen den Himmel in uns"! Denn wir bestehen – wie unsere Umwelt, in der wir leben – zum größten Teil aus Atomen, die ursprünglich im Innern längst erloschener Sterne geschmiedet wurden.

Nach der Entstehung des Universums in seiner heutigen Form bildeten sich zunächst nur Wasserstoff- und Heliumatomkerne.

Der Supernova-Überrest Messier 1 zeigt – farblich differenziert – unterschiedliche Elemente, die nach dem Erbrüten im Innern am Ende des Sternlebens in die Umgebung gelangen: rot = Schwefel, grün = Wasserstoff, blau = Sauerstoff (NASA)Der Supernova-Überrest Messier 1 zeigt – farblich differenziert – unterschiedliche Elemente, die nach dem Erbrüten im Innern am Ende des Sternlebens in die Umgebung gelangen: rot = Schwefel, grün = Wasserstoff, blau = Sauerstoff (NASA)

Nachdem sich das expandierende All weit genug abgekühlt hatte, konnten diese sich mit den ebenfalls entstandenen Elektronen zu Atomen beider Elemente verbinden und irgendwann erste Sterne formen.

Erst in deren Innern wurden die schwereren Elemente wie Sauerstoff, Kohlenstoff und Stickstoff und viele andere erbrütet und am Ende in gewaltigen Explosionen freigesetzt. So gelangten sie in neue Sterne – und Planeten wie unsere Erde.

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