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AuschwitzGemeinsames Gedenken an NS-Völkermord

09.08.2018, Polen, Oswiecim: Besucher gehen vor dem historischen Tor (Innenseite) durch das frühere Vernichtungsslager Auschwitz-Birkenau. Von 1940 bis 1945 betrieb die SS den Komplex Auschwitz mit zahlreichen Außenlagern als Vernichtungs- und Konzentrationslager. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit ( picture alliance | Monika Skolimowska | dpa-Zentralbild | dpa )
Vernichtungsslager Auschwitz-Birkenau ( picture alliance | Monika Skolimowska | dpa-Zentralbild | dpa )

In vielen europäischen Staaten ist an die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma während der NS-Zeit erinnert worden.

Hochrangige Vertreter des Zentralrats der Juden in Deutschland, des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und der Evangelischen Kirche in Deutschland besuchten die KZ-Gedenkstätte Auschwitz - 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, des Holocaust sowie der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager. Der Europäische Gedenktag für Sinti und Roma am 2. August erinnert an die mehr als 500.000 ermordeten Sinti und Roma in dem von den Nationalsozialisten besetzten Europa.

Die deutsche Delegation gedachte auch der Schoah. Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Rose, warnte in einer Ansprache vor einem neuen Nationalismus in Europa. Der Holocaust an Sinti und Roma wie an Juden, die Massenmorde der Nazis in Europa, seien ein Menschheitsverbrechen gewesen. Man müsse heute gegen jede Form von Rassismus und Nationalismus die Stimme erheben.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble unterstrich in einer Grußbotschaft die Selbstverpflichtung Deutschlands, die Würde jedes Menschen zu wahren und zu schützen. Auf diesem Fundament fußten die freiheitliche Rechtsordnung Deutschlands und ihre Werte, die immer wieder verteidigt werden müssten. Der Europa-Staatsminister im Auswärtigen Amt, Roth, beklagte Mängel in der deutschen Erinnerungskultur. Es sei beschämend, dass man in Deutschland viel zu wenig darüber wisse, was den Sinti und Roma während des Nationalsozialismus angetan worden sei, sagte Roth dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Das Europäische Parlament hatte den 2. August vor fünf Jahren zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für die ermordeten Sinti und Roma erklärt.