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StartseiteAtelier neuer MusikKomponierte Botschaften13.06.2020

Ausgangspunkt DamaskusKomponierte Botschaften

Sie stammen aus Syrien und verkörpern den Dialog der Kulturen. Maya Youssef spielt als Frau die traditionelle Kanoun, ein Männerinstrument, und Kinan Azmeh auf westliche Art Klarinette. Auch Dima Orsho improvisiert jenseits kultureller Grenzen.

Von Magdalene Melchers

Ein Mann in dunkler Kleidung spielt Klarinette vor einer weißen Leinwand, die mit dunklen Zeichnungen illustriert ist. (Claudia Hoehne)
Kinan Azmeh improvisiert. (Claudia Hoehne)
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Als Frau die 78-saitige arabische Zither Kanoun zu spielen, war für Maya Youssef anfangs ein Wagnis. Doch das traditionelle Instrument wurde ihr zum Lebenselixier. Die experimentierfreudige Virtuosin hat in Damaskus Musik studiert und in London, wo sie seit 2012 lebt, unterrichtet und komponiert, promoviert.

Ihr Landsmann Kinan Azmeh hat seit 1998 seinen Lebensmittelpunkt in Ney York. Der philosophierende Musiker studierte Klarinette mit westlichem Repertoire - heute gewinnt er Preise für seine Kompositionen. Dima Orsho zog zum Musikstudium nach Boston. Ihr Komponieren ist von heimatlicher Volksmusik inspiriert - ihre vokale Improvisation kennt keine kulturelle Begrenzung. 

Konfrontiert mit dem Verweis auf ihre Herkunft, komponieren und improvisieren Youssef, Azmeh und Orsho - ganz gleich wo immer sie sind - auch für das Land ihrer Geburt. Derzeit stehen anstelle von Konzerten in aller Welt für alle home sessions an.

Diese Sendung können Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang anhören.

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