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AusspähungMacron leitet Krisentreffen zur Pegasus-Affäre

Der französische Präsident Emmanuel Macron schaut auf sein Handy (picture alliance / abaca | Lemouton Stephane/ABACA)
Der französische Präsident Emmanuel Macron war Ziel eines digitalen Spionageversuchs (picture alliance / abaca | Lemouton Stephane/ABACA)

Nach den Enthüllungen zur Überwachungssoftware Pegasus wollen mehrere Länder rechtliche Schritte ergreifen.

Die französische Regierung kündigte eine umfassende Aufklärung an. Präsident Macron leitete eine Sondersitzung des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung, wie in Paris mitgeteilt wurde. Der Staatschef und Mitglieder der französischen Regierung waren nach Medieninformationen 2019 mögliche Ziele der Spähsoftware. In Ungarn leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein, auch Israel kündigte eine Untersuchung der Affäre an.

Unterdessen wies Saudi-Arabien den Vorwurf zurück, das Programm zur Ausspähung von Politikern, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten genutzt zu haben. Bei "Pegasus" handelt es sich um eine Software des israelischen Herstellers NSO. Medienberichten zufolge sollen Geheimdienste und Polizeibehörden mehrerer Länder sie verwendet haben, um Mobiltelefone auszuspähen.

Diese Nachricht wurde am 22.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.