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StartseiteCorsoPolitisches und Privates02.09.2019

Ausstellung "Maskulinitäten"Politisches und Privates

Drei Orte, ein Thema: Die Kunstvereine Köln, Düsseldorf und Bonn zeigen "Maskulinitäten". Die drei Direktorinnen fragen, wie ein feministischer Blick auf den Mann im Kunstbetrieb aussehen kann. Vor dem Hintergrund der Metoo Debatte und der Krise von Männlichkeit.

Eva Birkenstock im Corsogespräch mit Susanne Luerweg

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Maskulinitäten. Eine Kooperation von Bonner Kunstverein, Kölnischem Kunstverein und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, Installationsansicht Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (1. September – 24. November 2019), Foto: Mareike Tocha.
Ausgestellte Werke in "Maskulinitäten", einer Kooperation zwischen dem Bonner Kunstverein, Kölnischen Kunstverein und dem Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen
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Der Kunstbetrieb ist männderdominiert: Sammler, Galeristen, die teuersten Künstler - alle sind Männer. Doch langsam aber sicher scheint ein wenig mehr Diversität ins Spiel zu kommen. So werden die drei Kunstvereine in Köln, Düsseldorf und Bonn derzeit von Frauen geleitet. Und gemeinsam haben Nikola Dietrich, Eva Birkenstock und Michelle Cotton eine Ausstellung mit dem Titel "Maskulinitäten" kuratiert.

Den Plural hätten sie gewählt, um eine Vielzahl von Maskulinität zu zeigen - ein Panorama von verschiedenen Sichtweisen, sagte Eva Birkenstock, Leiterin des Düsseldorfer Kunstvereins, im Dlf. "Wir wollten nicht die Bilder reproduzieren, die uns umgeben. Wir wollten Alternativen schaffen."

Bodybuilding und Männlichkeitskrise

Zu sehen sind unter anderem Werke, die sich mit dem männlichen Körper beschäftigen, mit der Konstruktion des Körpers wie eine Bodybuilding-Maschine oder ein Bodybuilding-Studio. Die drei Ausstellungen habe man gemeinsam konzipiert, so Birkenstock, und in die Überlegungen habe unter anderem die #MeToo-Debatte und die Krise von Männlichkeit reingespielt. "Politisches und Privates wird vermischt."

Der Phallus als Sinnbild komme genauso vor, wie das Bild absterbender Spermien in einer Petrischale, die abnehmende Potenz symbolisierten.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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