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AuszeichnungBrite bekommt den Wirtschaftsnobelpreis

Vertreter der Jury und der Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften bei der Verkündung des Nobelspreises für Wirtschaftswissenschaften in Stockholm. (afp / Jonathan Nackstrand)
Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm vergibt den Wirtschaftsnobelpreis in diesem Jahr an den Briten Angus Deaton. (afp / Jonathan Nackstrand)

Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an den Briten Angus Deaton. Er wird damit für seine Studien zu Konsum, Armut und Wohlfahrt ausgezeichnet. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.

Deaton habe mit seinen Forschungen einen entscheidenden Beitrag geleistet, eine Wirtschaftspolitik zu entwickeln, die Wohlfahrt unterstützt und Armut reduziert, so die Akademie in Stockholm. Dabei geht es im Detail um die Frage, wie sich individuelle Entscheidungen im Großen und Ganzen auf das Wirtschaftssystem, Wohlfahrt und Gesundheit einzelner Menschen auswirken. Außerdem halfen Deatons Forschungen dabei, wie man Armut und Wohlfahrt besser messen und analysieren kann. Zum Beispiel zeigte er, dass man mit wirtschaftlichen Daten aus Privathaushalten Zusammenhänge zwischen Einkommen und der Kalorienaufnahme herstellen kann. Er forsche an der Schnittstelle von Wirtschaft und Gesellschaft, .

Der 69-jährige aus Schottland stammende Deaton lehrt an der Princeton University in den USA. Er hat auch die US-Staatsbürgerschaft.

Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften, oder auch umgangssprachlich Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft genannt, gehört nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Er wurde erst 1968 von der Schwedischen Notenbank zur Erinnerung an Alfred Nobel gestiftet und 1969 erstmals vergeben. Der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833-1896) hatte lediglich Preise in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden vorgesehen.

Der auch wegen der nachträglichen Stiftung umstrittene Wirtschaftspreis wird von der Nobel-Stiftung offiziell nicht als Nobelpreis eingestuft. Er heißt daher "Preis der Reichsbank Schwedens für die ökonomische Wissenschaft zum Andenken an Alfred Nobel".

Die Auszeichnung ging bisher überwiegend an Ökonomen aus den USA. 2014 gewann der Franzose Jean Tirole den Preis.

(pr/tj)

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