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StartseiteAtelier neuer MusikLeben und Kunst kurzgeschlossen30.11.2019

Avantgarde am Ende der DDRLeben und Kunst kurzgeschlossen

Die musikalische Avantgarde der DDR unterschied sich von ihren westlichen Schwestern in ihrem Wesenskern. Sie wurzelte im Feld eines sozialkritischen Realismus und wollte ihren Hörern dezidiert etwas sagen. In den 1980er Jahren galt das für gleichermaßen für Vertreter aus "U" und "E".

Von Gisela Nauck

Eine Zusammenstellung von schwarz-weiß Fotos, die die Gruppe "Expander des Fortschritts" zeigen und den Komponisten Hermann Keller. (Tina Bara / privat)
Lebensgefühl und Selbstbild der Ost-Avantgarde (Tina Bara / privat)
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In den letzten Jahren der DDR entwickelten sich in größeren Städten sogenannte "andere Bands". Ihren radikalsten Ausdruck fanden sie in Formen von Punk, tape-music, Intermedia und Avantgarde-Rock. Sie alle einte ein ähnliches Verständnis von Kunst – sich nämlich grenzüberschreitend zu bewegen und auf der Basis eines grundsätzlich systemkritischen kulturellen Verhaltens. Leben und Musik waren also kurzgeschlossen.

Aus dieser Perspektive ergibt sich eine neue Sicht darauf, was musikalische Avantgarde made in GDR zuletzt war. Auch Komponisten Ernster Musik orientierten sich in ihrer Materialästhetik grenzüberschreitend. Im Vordergrund aber stand der Wille zu Mitteilung, Ausdruck und Diskurs.

Welche Konsequenzen das hatte, zeigt Autorin Gisela Nauck anhand entsperchender Werke von Hermann Keller, Jakob Ullmann, Thomas Hertel und Robert Linke - sowie der Band "Expander des Fortschritts".

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang in unserer Mediathek.

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