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StartseiteKonzertdokument der WocheAuf Augenhöhe mit dem Ungeheuer26.01.2020

Bach und AlkanAuf Augenhöhe mit dem Ungeheuer

Die Klavierwerke von Charles Valentin Alkan sind so virtuos, dass sich nur wenige daran trauen. Schaghajegh Nosrati wagt sich angstfrei und mit einer beeindruckenden Kondition an sein "Concerto pour piano seul". Im Raderbergkonzert im Dlf Kammermusiksaal schien das Publikum fassungslos begeistert von ihrer Leistung.

Am Mikrofon: Johannes Jansen

Eine Frau mit langen braunen Haaren spielt an einem schwarzen Flügel. Sie trägt ein messing-farbenes Kleid und blickt auf die Tasten. (Bettina Fürst-Fastré)
Eines ihrer Idole in Bezug auf Bachs Musik, Andras Schiff, zählt heute zu Schaghajegh Nosratis wichtigsten Förderern. Hier spielt sie auf der Bühne des Deutschlandfunk Kammermusiksaals. (Bettina Fürst-Fastré)
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Beim Namen Charles-Valentin Alkan zucken auch gut geschulte Hände gern zurück: so viele Noten! Zehn Finger scheinen da manchmal nicht genug zu sein. Alkan galt schon in jungen Jahren als einer der besten Pianisten seiner Zeit und wurde wie Franz Liszt und Frédéric Chopin, mit denen er befreundet war, zu einem Liebling der Salons. Mit zunehmenden Alter jedoch wandte er sich von dieser Sphäre ab und führte eine beinahe einsiedlerische Existenz. Schon zu Lebzeiten ein Außenseiter, blieb ihm auch der Nachruhm verwehrt. Dass er nicht gänzlich in Vergessenheit geriet, ist das Verdienst einiger weniger Ausnahmepianisten vom Range eines Ferruccio Busoni und, in jüngerer Vergangenheit, Marc-André Hamelin. Schaghajegh Nosrati entdeckt Alkan auf ihre Weise neu. Mit entwaffnender Selbstverständlichkeit und ihrem an der Klavierkunst Johann Sebastian Bachs geschulten Blick legt sie die verborgenen Schönheiten im Werk des vermeintlichen Tastenungeheuers frei.

4. Raderbergkonzert der Saison 19/20

Johann Sebastian Bach
Italienisches Konzert F-Dur, BWV 971
Französische Ouvertüre h-Moll, BWV 831

Charles Valentin Alkan
Concerto pour piano seul, op. 39 Nr. 8-10

Schaghajegh Nosrati, Klavier

Aufnahme vom 14.1.2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

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