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StartseiteSport AktuellThailand gibt Al-Araibi frei11.02.2019

Bahrainischer Fußballer entlassen Thailand gibt Al-Araibi frei

Nach 76 Tagen ist der ehemalige bahrainische Nationalspieler Hakeem Al-Araibi aus der Haft entlassen worden. Er sei ein freier Mann, teilte die thailändische Generalstaatsanwaltschaft am Montag überraschend mit. Bahrain will den Fußballer aber nicht so einfach ziehen lassen.

Von Robert Kempe

Der Fußballer Hakeem al-Araibi (mitte) vor Mikrophonen, links neben ihm  der frühere Kapitän der australischen Fuball-Mannschaft, Craig Foster, der die  Kampagne zur Freilassung des Spielers betrieben hatte.  (AFP/WILLIAM WEST)
Hakeem Al-Araibi ist auf freiem Fuß (AFP/WILLIAM WEST)
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Grund sei, dass Bahrain die Auslieferung des 25-Jährigen, der seit 2017 in Australien als Flüchtling anerkannt ist, nicht weiterverfolge. Die Entscheidung fiel einen Tag nachdem in der bahrainischen Hauptstadt Manama, der thailändische Außenminister und der Kronprinz des Golfstaates zusammenkamen. Die Freilassung Al-Araibis bestätigte wenig später auch der australische Premierminister Scott Morrison.

"Als Resultat der Entscheidung der thailändischen Regierung die Auslieferung von Hakeem Al-Araibi nicht weiter zu verfolgen, kann ich mitteilen, dass er das Gefängnis verlassen hat und auf dem Weg zum Flughafen ist. Der nächste Schritt für ihn ist es nach Hause zu kommen. Und wie das immer in solchen Fällen ist, müssen wir uns bis dahin noch etwas gedulden."

Aus Angst vor Folter und Gefängnis aus Bahrain geflohen

2014 war Al-Araibi aus Bahrain geflohen, aus Angst vor Folter und Gefängnis. In Abwesenheit wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der Vorwurf er soll eine Polizeistation verwüstet haben. Doch zum Tatzeitpunkt hatte Al-Araibi mit seinem Team ein Ligaspiel, das im Fernsehen übertragen wurde. Aus dem australischen Exil berichtete er später über Folter, die er ertragen musste.

Das bahrainische Außenministerium teilte mit, dass das damalige Urteil bestehen bleibe und dass das Königreich sein Recht bekräftige, alle notwendigen rechtlichen Schritte gegen Herrn Al-Araibi einzuleiten.

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