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BalkanrouteKeine Flüchtlinge mehr an der österreichischen Grenze

Arbeiter errichten einen 3,7 Kilometer langen Zaun in Spielfeld, an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien. (afp / Joe Klamar)
Der Grenzzaun zwischen Österreich und Slowenien bei Spielfeld. (afp / Joe Klamar)

Nach der weitgehenden Blockierung der Balkanroute kommen in Österreich inzwischen keine Flüchtlinge mehr an.

Wie die Polizei mitteilte, wurde am Grenzübergang Spielfeld an der slowenischen Grenze seit Beginn der Woche kein einziger Asylsuchender registriert. In der vergangenen Woche waren es noch 1.500 Menschen gewesen. Bundesinnenminister de Maizière sprach beim Treffen mit seinen EU-Ressortkollegen in Brüssel ebenfalls von einem deutlichen Rückgang. Im Vergleich zum Herbst liege die Zahl der ankommenden Flüchtlinge in Deutschland inzwischen nur noch bei knapp einem Zehntel. Der CDU-Politiker betonte, die, Zitat, "Zeit des Durchwinkens" sei vorbei. Zugleich äußerte er die Befürchtung, dass Flüchtlinge wieder verstärkt versuchen könnten, von Libyen aus über das Mittelmeer nach Italien zu kommen. Man sei mit der Regierung in Rom im Dialog, um eine ähnliche Entwicklung wie auf der Balkanroute zu verhindern.

Der italienische Innenminister Alfano kündigte Gespräche mit Albanien an, um sicherzustellen, dass Flüchtlinge nicht über dieses Land ausweichen können.