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StartseiteSport am Wochenende"Man hat einen Riss im Teamgefüge gesehen"08.09.2019

Basketball-Nationalmannschaft"Man hat einen Riss im Teamgefüge gesehen"

Das frühe WM-Aus des deutschen Basketball-Nationalteams sei nicht einfach zu erklären, so André Voigt - vor allem weil die Mannschaft vorher hoch gelobt wurde. Der Verdacht liege nahe, "dass es vielleicht keine Mannschaft war", sagte der Chefredakteur des Basketball-Magazins Five im Dlf.

André Voigt im Gespräch mit Maximilian Rieger

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Die Niederlage des deutschen Basketball-Nationalteams gegen die Dominikanische Republik bei der WM in China hat viele überrascht. (imago images / Camera 4)
Die Niederlage des deutschen Basketball-Nationalteams gegen die Dominikanische Republik bei der WM in China hat viele überrascht. (imago images / Camera 4)
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So viele hätten vor der WM davon gesprochen, "dass es vielleicht die beste deutsche Mannschaft aller Zeiten ist", die da nach China fährt. Auch er selbst, erinnert sich André Voigt in der Sendung "Sport am Sonntag". Eine Mannschaft mit vielen Talenten, mit NBA-Stars wie Dennis Schröder. Und dann das: WM-Aus schon in der Vorrunde. 

Auch André Voigt war überrascht: "Wenn man jetzt sieht, wie die Mannschaft abgeschnitten hat", sagte der Chefredakteur des Basketball-Magazins Five im Dlf, "liegt der Verdacht nahe, dass es vielleicht keine Mannschaft war." Besonders im Spiel gegen die Dominikanische Republik habe man "ganz klar einen Riss im Teamgefüge gesehen". 

Kam Dennis Schröder zu spät?

"Ich glaube, es hat viel damit zu tun, dass die Vorbereitung in dem Sinne relativ kurz war, dass eben mit Dennis Schröder der beste und wichtigste Spieler relativ spät erst dazu kam", sagte Voigt. Die Mannschaft habe "nicht genug Zeit gehabt, sich mit ihrem Topspieler einzuspielen".

Auch eine Mitverantwortung von Bundestrainer Henrik Rödl will Voigt nicht ausschließen - ihm allein die Schuld zu geben, sei jedoch falsch: "Es ist, glaube ich, ein sehr komplexes Problem." Fest stehe jedenfalls: "Da ist einiges schief gelaufen."

André Voigt kann deshalb den Frust vieler Fans verstehen, und hofft, dass die Mannschaft nun wenigstens ihr Minimalziel noch erreicht: die Qualifikation zur Olympia-Qualifikation. Denn wenn man die auch noch verpassen würde, "dann wäre das das größte Scheitern der Nationalmannschaft aller Zeiten".

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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