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Bassist Larry GrenadierErntezeit

Als Sideman steht Bassist Larry Grenadier seit Jahrzehnten im Jazz hoch im Kurs. Nun hat er erstmals ein Album unter eigenem Namen aufgenommen. Damit erntet er gelassen die Früchte seiner unzähligen Spielerfahrungen.

Von Karsten Mützelfeldt

Ein Mann im hellblauem Hemd steht vor dem Treppenaufgang eines Steinhauses und schaut nachdenklich nach rechts. (Juan Hitters)
Steht an einem Punkt seiner Karriere, an dem er niemandem mehr etwas beweisen muss: Kontrabassist Larry Grenadier (Juan Hitters)
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Nicht nur in den Studios ist der gebürtige Kalifornier und heutige Wahl-New-Yorker Larry Grenadier omnipräsent - auch auf den Bühnen dieser Welt. Vor allem als Mitglied fester Bands hat er sich einen Namen erspielt - in den Trios von Brad Mehldau und Pat Metheny, in Gruppen von Joshua Redman, John Scofield, Charles Lloyd und Wolfgang Muthspiel oder mit dem Trio Fly. Erfahrungen, die ihn künstlerisch reifen ließen und musikalisch vollkommen erfüllten. So war der Wunsch nach einem Solo-Projekt nie Teil der Karriereplanung. Erst auf Anregung des Produzenten Manfred Eicher spielte er 2019 im Alter von 53 Jahren sein Debüt ein: „The Gleaners“, "to glean" bedeutet etwa "auflesen, sammeln". Das Album präsentiert unbegleitete Improvisationen, die viel mehr sind als Solo-Stücke: Hier fließt das ein, was Larry Grenadier aus all seinen musikalischen Begegnungen mitgenommen hat - gesammelte Erfahrung.

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